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US-Börsen uneinheitlich: Ölpreisrückgang trifft auf KI-Skepsis

Dow Jones steigt, Nasdaq gibt nach – Entspannung im Iran-Konflikt drückt Ölpreise, während Zweifel am KI-Boom Technologiewerte belasten.

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US-Börsen uneinheitlich: Ölpreisrückgang trifft auf KI-Skepsis

Die US-Aktienmärkte präsentierten sich am Montag gespalten. Während eine Deeskalation im Konflikt mit dem Iran die Ölpreise stark unter Druck setzte, belasteten wachsende Zweifel am Boom der künstlichen Intelligenz sowie hohe Bewertungen von Chip-Aktien den Technologiesektor.

Der Dow Jones Industrial Average legte um 262,83 Punkte oder 0,51 Prozent auf 52.210,08 Zähler zu. Der breite S&P 500 schloss nahezu unverändert mit einem minimalen Plus von 1,20 Punkten oder 0,02 Prozent bei 7.413,18 Zählern. Der technologielastige Nasdaq Composite hingegen gab um 43,74 Punkte oder 0,18 Prozent auf 24.932,08 Zähler nach.

Ölpreise brechen nach Iran-Entspannung ein

Ein wesentlicher Treiber der Marktbewegungen war die Entwicklung am Ölmarkt. US-Präsident Trump entschied sich gegen eine größere Eskalation des Militäreinsatzes gegen den Iran – teilweise aufgrund von Bedenken des Pentagons hinsichtlich der eigenen Munitionsbestände. Diese Entscheidung löste einen deutlichen Rückgang der Energiepreise aus.

Die in den USA gehandelten Öl-Futures brachen um 6,70 US-Dollar oder 7,5 Prozent auf 82,61 US-Dollar pro Barrel ein. Noch in der Vorwoche hatten Zusammenstöße rund um die strategisch wichtige Straße von Hormus und das Rote Meer die Preise massiv in die Höhe getrieben. West Texas Intermediate (WTI), die US-amerikanische Ölsorte, hatte am Donnerstag noch über 92 US-Dollar pro Barrel geschlossen.

Energieschock hält Märkte in Atem

Die Straße von Hormus gilt als eine der bedeutendsten Schifffahrtsrouten der Welt – ein erheblicher Teil des globalen Öltransports verläuft durch diesen engen Meereskanal zwischen dem Iran und der arabischen Halbinsel. Spannungen in dieser Region wirken sich daher unmittelbar auf die globalen Energiemärkte aus und ziehen die Aufmerksamkeit von Renten- und Aktienmärkten gleichermaßen auf sich.

Der Energieschock der vergangenen Woche hatte entsprechend breite Spuren hinterlassen. Die Auswirkungen auf die Finanzmärkte hielten auch am Montag noch an, wenngleich die Deeskalation eine spürbare Erleichterung brachte.

Auf der anderen Seite lasteten Zweifel am anhaltenden Boom der künstlichen Intelligenz auf dem Technologiesektor. Insbesondere die hohen Bewertungen von Chip-Aktien gerieten ins Visier kritischer Anleger. Dies erklärt die Schwäche des Nasdaq, der überproportional viele Technologie- und Halbleiterwerte enthält, während der klassisch aufgestellte Dow Jones von der Ölpreisentlastung profitieren konnte.

Für deutsche Anleger mit Engagements in US-Technologiewerten oder im Energiesektor bleibt die Lage damit weiterhin volatil. Die geopolitische Entwicklung rund um den Iran sowie die Bewertungsdiskussion bei KI-Aktien dürften die Märkte auch in den kommenden Handelstagen beschäftigen.

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