US-Börsen schwächeln: Iran-Krieg und Anleiheauktion belasten Märkte
Unsichere Signale aus dem Nahen Osten und eine schwache Anleiheauktion drückten am Dienstag auf die Wall Street.

Die US-Aktienmärkte fanden am Dienstag keine klare Richtung. Nach der Rally vom Montag pendelten die Kurse den gesamten Handelstag zwischen Gewinnen und Verlusten – ausgelöst durch Unsicherheit über den weiteren Verlauf des Iran-Krieges.
Am Ende dominierten die Verkäufer: Der Dow Jones Industrial Average schloss mit einem Minus von 84 Punkten oder 0,2 Prozent. Der breiter gefasste S&P 500 gab um 0,4 Prozent nach, während der technologielastige Nasdaq um 0,8 Prozent fiel.
Ölpreise ziehen kräftig an
Die geopolitischen Spannungen trieben die Energiepreise deutlich nach oben. Die Nordseesorte Brent verteuerte sich um 4,6 Prozent auf 104,49 US-Dollar je Barrel. Die US-Rohölsorte WTI (Nymex) stieg um 4,8 Prozent auf 92,35 Dollar – ein klares Signal, dass Investoren eine Eskalation im Nahen Osten einpreisen.
Das Wall Street Journal berichtete unterdessen, dass die USA rund 3.000 Soldaten der 82. Luftlandedivision in die Region verlegen wollen. Die Elite-Einheit der US-Army soll als Brigade-Kampfgruppe eingesetzt werden – ein Schritt, der die geopolitische Lage weiter verschärft.
Anleiherenditen klettern auf breiter Front
Auch am US-Anleihemarkt herrschte Druck. Eine Auktion zweijähriger US-Staatsanleihen verlief bemerkenswert schwach und verstärkte den Renditeanstieg. Die Rendite zweijähriger Papiere kletterte um 0,096 Prozentpunkte auf 3,926 Prozent, während die zehnjährige Rendite um 0,056 Prozentpunkte auf 4,390 Prozent stieg.
Zwei Faktoren belasteten den Anleihemarkt besonders: Zum einen die Sorge, dass die US-Notenbank Federal Reserve angesichts der Lage bei Zinssenkungen zögern könnte. Zum anderen wachsen die Befürchtungen, dass der Krieg die Staatsfinanzen der USA erheblich belasten wird – mit entsprechend negativen Folgen für die Schuldentragfähigkeit.
