US-Börsen schließen Februar mit deutlichen Verlusten ab
Erzeugerpreisinflation und Kreditmarktsorgen belasten Wall Street am letzten Handelstag des Monats.

Der letzte Handelstag im Februar brachte den US-Aktienmärkten spürbare Verluste. Höher als erwartete Erzeugerpreisdaten verunsicherten die Anleger, während gleichzeitig Dividendenkürzungen zweier Business Development Companies (BDCs) – börsennotierter Unternehmensentwicklungsgesellschaften – die Stimmung am Kreditmarkt eintrübten.
Besonders hart traf es den Bankensektor: Der KBW Bank Index verlor 4,9 Prozent. Goldman Sachs gab um 7,5 Prozent nach, American Express brach sogar um 7,9 Prozent ein. Der Dow Jones Industrial Average verzeichnete mit einem Minus von 1,1 Prozent beziehungsweise 521 Punkten den stärksten Rückgang unter den großen Indizes. Der Nasdaq verlor 0,9 Prozent, der S&P 500 gab um 0,4 Prozent nach.
Öl, Anleihen und Gold profitieren von geopolitischer Unsicherheit
Die gescheiterten Atomverhandlungen zwischen den USA und dem Iran sorgten für Auftrieb bei Rohöl und Anleihen. Der nächstfällige Nymex-Rohölkontrakt stieg um 2,8 Prozent auf 67,02 US-Dollar. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen fiel unter die Marke von 4,0 Prozent – ein Zeichen für gestiegene Nachfrage nach sicheren Anlagen.
Gold-Futures legten ebenfalls zu und krönten damit eine bemerkenswerte Februar-Rally: Das Edelmetall stieg im Monatsverlauf um rund 11 Prozent – der stärkste monatliche Anstieg seit Januar 2012. Für Anleger, die auf Gold als sicheren Hafen setzen, war der Februar damit außergewöhnlich erfolgreich.
Paramount gewinnt Bieterstreit um Warner Bros. Discovery
Für Bewegung im Mediensektor sorgte die Entscheidung im Übernahmepoker um Warner Bros. Discovery. Paramount Skydance setzte sich im Bieterstreit durch und legte um 21 Prozent zu. Paramount will nun die Kontrolle über das Unterhaltungsunternehmen übernehmen, das unter anderem die Heimat von HBO Max ist.
Netflix zog sich aus dem Bieterprozess zurück, konnte aber dennoch ein Kursplus von 14 Prozent verbuchen. Die Aktie von Warner Bros. Discovery hingegen gab um 2 Prozent nach. Der Deal markiert eine bedeutende Konsolidierung in der US-Medienlandschaft.
