US-Börsen in Korrektur: Fünfte Verlustwoche in Folge
Dow Jones und Nasdaq rutschen mehr als 10% unter ihre Hochs – der Ausverkauf verschärft sich weiter.

Die US-Aktienmärkte haben eine weitere turbulente Woche hinter sich. Alle drei großen amerikanischen Leitindizes – Dow Jones Industrial Average, S&P 500 und Nasdaq Composite – fielen auf ihre niedrigsten Stände seit August und beendeten damit die fünfte Handelswoche in Folge im Minus.
Besonders hart traf es den technologielastigen Nasdaq Composite, der auf Wochensicht um 3,2% nachgab. Der S&P 500 verlor 2,1%, während der Dow Jones mit einem Minus von 0,9% noch vergleichsweise glimpflich davonkam. Damit befinden sich sowohl der Dow als auch der Nasdaq offiziell in einer Korrektur – ein Begriff, der in der Finanzwelt für einen Kursrückgang von mindestens 10% gegenüber dem jüngsten Höchststand verwendet wird.
Öl und Aktien im Gegentakt
Ein auffälliges Muster prägte die vergangenen Wochen: Brent-Rohöl zur Lieferung im Mai kletterte am Freitag auf den höchsten Schlussstand seit Juli 2022. Bemerkenswert dabei ist die gegenläufige Entwicklung zwischen dem Ölpreis und dem Aktienmarkt – an 12 der vergangenen 13 Handelstage bewegten sich die globale Ölreferenzsorte und der S&P 500 in entgegengesetzte Richtungen.
Für Anleger signalisiert diese negative Korrelation erhöhte Unsicherheit. Steigende Energiepreise belasten Unternehmen und Verbraucher gleichermaßen, was die Sorgen vor einer wirtschaftlichen Abkühlung weiter anheizt. Deutsche Investoren mit US-Engagements sollten die Entwicklung an den amerikanischen Märkten genau im Blick behalten.
Die anhaltende Schwächephase an der Wall Street stellt eine deutliche Trendwende nach dem starken Börsenjahr 2024 dar. Ob es sich um eine vorübergehende Korrektur oder den Beginn eines längeren Abwärtstrends handelt, bleibt abzuwarten.
