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US-Bohranlagen steigen auf höchsten Stand seit Mai 2024

Baker Hughes meldet: US-Energieunternehmen erhöhten die Zahl der Öl- und Gasbohranlagen zum vierten Mal in fünf Wochen.

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US-Bohranlagen steigen auf höchsten Stand seit Mai 2024

US-Energieunternehmen haben ihre Bohraktivitäten erneut ausgeweitet. Wie der Oilfield-Services-Konzern Baker Hughes am Freitag mitteilte, stieg die Gesamtzahl der aktiven Öl- und Gasbohranlagen in der abgelaufenen Woche um fünf auf 603. Das ist der höchste Stand seit Mai 2024 und bereits der vierte Anstieg innerhalb von fünf Wochen.

Im Jahresvergleich liegt die Gesamtzahl der Bohranlagen nun um 56 Einheiten oder rund 10 Prozent über dem Vorjahresniveau. Der wöchentliche Baker-Hughes-Bericht gilt in der Branche als wichtiger Frühindikator für die künftige Energieproduktion in den USA und wird von Marktteilnehmern weltweit genau beobachtet.

Ölbohranlagen auf Monatshoch, Gas leicht rückläufig

Besonders deutlich fiel der Anstieg bei den Ölbohranlagen aus: Ihre Zahl kletterte um sechs auf 462 und markierte damit den höchsten Stand seit Mai 2025. Die Gasbohranlagen hingegen gaben um eine Einheit auf 132 nach – das ist der niedrigste Wert seit Mitte September. Die Zahl der sonstigen Bohranlagen blieb unverändert bei neun.

Der aktuelle Aufwärtstrend steht im deutlichen Kontrast zu den Vorjahren. Die Zahl der Bohranlagen war 2025 um 7 Prozent, 2024 um 5 Prozent und 2023 sogar um 20 Prozent gesunken. Hintergrund war der Rückgang der US-Ölpreise, der Energieunternehmen dazu veranlasste, Aktionärsrenditen und den Schuldenabbau gegenüber dem Produktionswachstum zu priorisieren.

Ausblick: Steigende Preise und wachsende Produktion erwartet

Die Perspektiven für den US-Energiesektor hellen sich laut den vorliegenden Daten auf. Für die US-Rohölsorte West Texas Intermediate (WTI) wird erwartet, dass die Preise im Jahr 2026 zum ersten Mal seit vier Jahren wieder steigen werden – als Folge von Versorgungsunterbrechungen im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg.

Auch auf der Produktionsseite zeichnet sich Wachstum ab. Die US Energy Information Administration (EIA) prognostiziert, dass die amerikanische Rohölproduktion von einem Rekordwert von 13,7 Millionen Barrel pro Tag im Jahr 2025 auf 13,9 Millionen Barrel pro Tag im Jahr 2026 steigen wird. Damit würde die USA ihre Position als weltgrößter Ölproduzent weiter festigen.

Für deutsche Anleger ist die Entwicklung der US-Bohraktivitäten relevant, da sie direkten Einfluss auf das globale Ölangebot und damit auf die Energiepreise hat. Ein steigendes Bohranlagen-Niveau signalisiert in der Regel eine höhere künftige Förderung, was mittelfristig preisdämpfend wirken kann – sofern die Nachfrage nicht im gleichen Maße anzieht.

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