US-Börsen stark ins Wochenende gestartet
Der tägliche Marktbericht von Aktien.news

Die US-Börsen haben sich vor dem langen Feiertagswochenende mit soliden Gewinnen verabschiedet. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss nach einem starken Schlussspurt bei 41.563 Punkten, was einem Plus von 0,55 Prozent entspricht. Die technologielastige Nasdaq entwickelte sich noch besser und legte um 1,13 Prozent zu, während der Nasdaq 100 um 1,29 Prozent auf 19.574 Punkte stieg. Auch der S&P-500-Index konnte mit einem Plus von 1,01 Prozent auf 5.648 Zähler zulegen. Der Feiertag „Labor Day“ heute führt dazu, dass die US-Börsen geschlossen bleiben.
Die Entwicklungen an den Märkten wurden maßgeblich durch Zinshoffnungen angetrieben. Rezessionssorgen hatten Anfang August einen Kursrutsch ausgelöst, doch die Indizes konnten sich schnell erholen. Der Dow legte seit seinem tiefsten Stand Anfang August über sieben Prozent zu. Für die Woche ergab sich ein gemischtes Bild: Während der Dow Jones um 0,9 Prozent und der S&P 500 um 0,2 Prozent zulegten, gab die Nasdaq um 0,9 Prozent nach. Auf Monatssicht war der August für alle drei wichtigsten US-Indizes positiv: Der Dow Jones stieg um 1,8 Prozent, der S&P 500 um 2,3 Prozent und die Nasdaq um 0,6 Prozent. Offen bleibt, wie stark die US-Notenbank Fed im September an der Zinsschraube drehen wird, doch die aktuelle Inflation scheint einer Zinssenkung nicht im Weg zu stehen.
Unter den US-Einzelwerten standen Energiewerte unter Druck. Ölaktien wie Chevron und Exxon Mobil verzeichneten Verluste von bis zu 1,2 Prozent, da die Ölpreise fielen. Insidern zufolge wird die Opec+ ab Oktober die geplante Ölproduktionssteigerung fortsetzen. Diese Nachricht belastete die Aktienkurse der großen Ölkonzerne. Intel hingegen konnte mit einem Kursanstieg von 9,49 Prozent glänzen, nachdem Gerüchte über mögliche Aufspaltungen und Verkäufe von Unternehmensbereichen die Anleger an der Wall Street elektrisiert hatten.
Der DAX konnte sein neues Rekordhoch nicht halten. Im Verlauf erreichte der Leitindex 18.970 Punkte, was das dritte Rekordhoch in Folge markierte, schloss jedoch bei 18.906 Punkten leicht im Minus. Die Hoffnungen auf fallende Zinsen treiben den DAX weiter an, jedoch verfehlte er die runde Marke von 19.000 Punkten nur knapp. Im August legte der DAX insgesamt um 2,2 Prozent zu, und seit dem Tiefstand Anfang des Monats summieren sich die Kursgewinne auf 11,1 Prozent.
Der MDAX, der Index der mittelgroßen Werte, zeigte sich stärker als der DAX und stieg um 0,76 Prozent auf 25.703 Punkte. Trotz der Erholung bleibt er jedoch noch deutlich unter seinem Jahreshoch aus dem Mai und dem Rekordhoch von 2021. Heimische Konjunktursorgen belasten den MDAX stärker als den DAX, der mehr international ausgerichtet ist.
Die Inflation im Euroraum fiel im August auf ein Drei-Jahres-Tief von 2,2 Prozent, was die Hoffnungen auf eine weitere Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) verstärkte. Auch der Euro geriet unter Druck und fiel auf den tiefsten Stand seit über einem Jahr. Die Ölpreise blieben volatil, und die Förderausfälle in Libyen sorgten für zusätzliche Unsicherheiten am Markt. Indessen verlor die Aktie von Thyssenkrupp rund 0,9 Prozent, nachdem es in der Führungsriege des Unternehmens zu massiven Rücktritten gekommen war.
