US-Banken feiern Rekordjahr: Goldman Sachs und Morgan Stanley glänzen
Die Wall Street startet fulminant ins neue Jahr. Goldman Sachs und Morgan Stanley meldeten Rekordeinnahmen, während die sechs größten US-Banken gemeinsam Umsätze von 593 Milliarden Dollar erzielten – ein Plus von 6 Prozent.

Die größten Banken der Vereinigten Staaten haben 2025 eines der erfolgreichsten Geschäftsjahre ihrer Geschichte abgeschlossen. Goldman Sachs und Morgan Stanley berichteten am Donnerstag von Rekordumsätzen in ihren Investmentbanking- und Handelssparten und rundeten damit eine beeindruckende Berichtswoche der US-Finanzbranche ab.
Rekordeinnahmen über alle Sparten
Die sechs größten US-Banken – Goldman Sachs, Morgan Stanley, JPMorgan Chase, Bank of America, Citigroup und Wells Fargo – erwirtschafteten zusammen Umsätze von rund 593 Milliarden Dollar. Dies entspricht einem Anstieg von 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr und markiert das beste Ergebnis aller Zeiten. Die Gesamtgewinne stiegen um 8 Prozent auf etwa 157 Milliarden Dollar.
Besonders stark entwickelten sich die Aktien der Investmentbanken: Goldman Sachs legte um 4,63 Prozent zu, Morgan Stanley sogar um 5,78 Prozent. Auch Citigroup konnte mit einem Plus von 4,49 Prozent überzeugen. JPMorgan Chase und Bank of America verzeichneten moderate Gewinne von 0,45 beziehungsweise 0,21 Prozent. Lediglich Wells Fargo gab leicht um 0,32 Prozent nach.
Treiber des Erfolgs
Mehrere Faktoren trugen zum außergewöhnlichen Erfolg bei. Große Unternehmen schlossen vermehrt Großgeschäfte ab und erhöhten ihre Kreditaufnahme deutlich. Händler navigierten geschickt durch geopolitische Turbulenzen und profitierten vom anhaltenden Boom im Bereich künstliche Intelligenz.
Auch Privatkunden und vermögende Anleger zeigten sich ausgabefreudig. Sie investierten weiterhin aktiv, nahmen Kredite auf und trieben so das Geschäft der Banken an. Besonders das Investmentbanking und der Handel entwickelten sich zu Gewinnmotoren.
Optimistischer Ausblick trotz Risiken
Trotz bestehender Risiken – insbesondere durch politische Unsicherheiten und globale Konflikte – blicken die Bankmanager zuversichtlich auf 2026. Sie erwarten eine Zunahme von Börsengängen, Fusionen und Private-Equity-Transaktionen sowie der damit verbundenen Finanzierungsgeschäfte.
Die Ergebnisse liegen nur knapp hinter dem Pandemiejahr 2021, das allerdings durch buchhalterische Sondereffekte geprägt war. Für deutsche Anleger zeigt die Entwicklung, dass die US-Finanzbranche trotz wirtschaftlicher Herausforderungen ihre Marktposition weiter ausbauen konnte.
