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US-Arbeitsmarkt belastet Börsen weltweit spürbar

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US-Arbeitsmarkt belastet Börsen weltweit spürbar

Ein überraschend starker Arbeitsmarktbericht aus den USA hatte die internationalen Finanzmärkte in Bewegung gesetzt. In den Vereinigten Staaten waren im Dezember 256.000 neue Stellen geschaffen worden, deutlich mehr als die prognostizierten 160.000. Diese Entwicklung schürte Befürchtungen, dass die US-Notenbank Fed ihre Zinspolitik vorerst nicht lockern würde. Die Wall Street reagierte mit deutlichen Verlusten: Der Dow Jones sank um 1,36 Prozent, der S&P 500 verlor 1,25 Prozent, und der Nasdaq 100 gab um 1,29 Prozent nach.

Auch der DAX war von diesen Entwicklungen belastet worden, zeigte sich jedoch relativ stabil. Mit einem Minus von 0,50 Prozent schloss der deutsche Leitindex bei 20.214 Punkten und hielt sich somit über der Marke von 20.000 Zählern. Technisch betrachtet bewegte sich der DAX weiterhin knapp unter seinem Rekordhoch, was langfristig positive Perspektiven für das Börsenjahr 2025 offenließ. Laut Experten galt dieses Jahr statistisch als vielversprechend für die Aktienmärkte.

In den USA hatten die Inflationsdaten und die Inflationserwartungen ebenfalls im Fokus gestanden. Das von der Universität Michigan erhobene Konsumklima hatte eine Zunahme der Inflationserwartungen gezeigt, was den Druck auf die Märkte zusätzlich erhöht hatte. Gleichzeitig war der Ölpreis aufgrund kalter Wetterprognosen und angekündigter Sanktionen gegen die russische Ölindustrie gestiegen. Brent-Rohöl hatte sich zeitweise um 2,9 Prozent auf 79,13 Dollar pro Fass verteuert.

Die Euro-Währung hatte nach Bekanntgabe der US-Arbeitsmarktdaten weiter an Wert verloren. Der Kurs war auf 1,0235 US-Dollar gefallen und hatte sich erneut der Parität genähert. Gold hingegen hatte leicht zulegen können und war zuletzt mit 2.681 Dollar pro Feinunze gehandelt worden.

Abseits der Börsenberichte hatten Einzelunternehmen und Branchen im Fokus gestanden. In den USA hatten Versicherer wie Mercury General deutliche Kursverluste verzeichnet, ausgelöst durch die verheerenden Waldbrände in Kalifornien, die als die teuersten in der Geschichte des Bundesstaates gelten könnten. In Deutschland hatte Bayer Zulassungsanträge für ein Medikament gegen Herzinsuffizienz in den USA und China angekündigt, während Rheinmetall mit der Übernahme von Blackned seine Digitalisierung vorangetrieben hatte.

Auf internationaler Ebene hatten Berichte über eine mögliche Übernahme von Versace durch Prada für Aufsehen in der Modebranche gesorgt. Zudem plante Tesla, mit einer überarbeiteten Version des Model Y in China Marktanteile zurückzugewinnen. Gleichzeitig hatte Airbus seine Position gegenüber Boeing weiter ausbauen können, und Mercedes-Benz hatte einen leichten Absatzrückgang für das Jahr 2024 gemeldet.

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