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US-Anleger zögern an der Börse

Der tägliche Marktbericht von Aktien.news

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US-Anleger zögern an der Börse

Während sich die Stimmung am deutschen Aktienmarkt in den letzten Tagen freundlich zeigte und der DAX mit einem Plus von 1 Prozent auf 16.705 Punkten abschloss, war in den USA eine gewisse Zurückhaltung zu spüren. Der Dow Jones erreichte zwar im frühen Handel ein Rekordhoch, doch anschließend setzten Gewinnmitnahmen ein, und der US-Leitindex schloss 0,3 Prozent leichter bei 37.592,98 Punkten. Ähnliche Bewegungen verzeichneten der S&P 500 und der Nasdaq 100 mit leichten Anstiegen von 0,1 Prozent.

Der Grund für die zurückhaltende Stimmung an der Wall Street liegt in der durchwachsenen US-Berichtssaison begründet, die in den kommenden Wochen den Gesamtmarkt maßgeblich beeinflussen wird. Experten wie Andreas Lipkow und Pierre Veyret sehen die Bilanzsaison als einen "Realitätscheck" für die Anleger. Besonders interessiert sind sie daran zu beobachten, wie sich das derzeitige Umfeld höherer Zinsen auf die Unternehmensgewinne auswirken wird.

In den ersten Berichten der Quartalsberichte von US-Banken spiegeln sich bereits die Folgen der Pleite der Silicon Valley Bank wider. JPMorgan Chase, Bank of America und Citigroup mussten Zahlungen an den US-Einlagensicherungsfonds DIF leisten, was sich negativ auf ihre Bilanzen auswirkte. Bei JPMorgan Chase führte dies zu einem Gewinnrückgang im vierten Quartal, während die Citigroup sogar Verluste verzeichnete. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, plant die Citigroup den Abbau von rund 20.000 Stellen im Zuge ihres Umbaus.

Im Gegensatz dazu konnte der deutsche Aktienmarkt den Optimismus wahren und den Inflationsschock der USA verdauen. Der DAX schloss die Woche mit einem Gewinn von 0,7 Prozent ab, obwohl die überraschende Hartnäckigkeit der US-Inflation zuvor für Unsicherheit gesorgt hatte. Dies änderte sich jedoch mit den überraschend gesunkenen Erzeugerpreisen in den USA, die auf eine mögliche nachlassende Inflation hindeuten und den Aktienmarkt stützen.

Die Aufmerksamkeit der Anleger richtet sich nun auf die Wahlen in Taiwan und die angespannte Lage im Roten Meer, nachdem die USA und Großbritannien militärische Maßnahmen ergriffen haben. Experten hoffen auf gemäßigte Töne im Umgang mit China, da dies nicht nur den deutschen Markt, sondern auch chinesische Aktien wieder attraktiver machen könnte.

Die Kryptowährung Bitcoin hingegen erlebte nach der Genehmigung von börsengehandelten Fonds (ETFs) in den USA zunächst einen Anstieg, fiel jedoch kurz darauf unter die Marke von 45.000 US-Dollar. Experten sind sich unsicher, ob dieser Rückgang vorübergehend ist oder ob regulatorischer Druck in den USA und weltweit den Kurs weiter beeinflussen wird.

Die Ölpreise stiegen zum Wochenschluss aufgrund der Eskalation der Lage im Nahen Osten vorübergehend an, insbesondere wegen der Konflikte im Roten Meer und der Festsetzung eines Öltankers durch die iranische Marine. Die Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung des Ölmarktes bleibt bestehen, da eine direkte Beteiligung des Iran am Konflikt die weltweite Rohölversorgung gefährden könnte.

Die Airbus-Aktie erreichte ein Rekordhoch, da der Flugzeugbauer im vergangenen Jahr 735 Verkehrsflugzeuge ausgeliefert hat und damit seine Position in der Branche weiter stärkte. Rüstungsaktien erlebten ebenfalls einen Aufschwung nach dem Militärschlag gegen Huthi-Rebellen, während Volkswagen positive Absatzzahlen verzeichnete, insbesondere bei den Marken Seat/Cupra, Skoda und Audi.

Die Absatzschwäche in China belastete hingegen die Porsche-Aktien, und Tesla musste aufgrund von Lieferproblemen im Zusammenhang mit dem Konflikt im Roten Meer einen Teil seiner Fahrzeugfertigung in Grünheide unterbrechen. Die US-Luftfahrtbehörde FAA ermittelt gegen Boeing nach einem Zwischenfall, bei dem ein Rumpfteil einer Boeing-Maschine im Flug herausbrach.

Abseits der Finanzmärkte zahlte eBay eine Millionenstrafe und geriet unter Aufsicht, nachdem Mitarbeiter des Unternehmens Blogger tyrannisiert hatten. Zudem plant das Disney-Studio Pixar offenbar einen Stellenabbau von bis zu 20 Prozent aller Mitarbeiter in diesem Jahr, was die Animationsbranche vor Herausforderungen stellt.

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