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US-Aktienmärkte verbuchen dritten Wochenverlust in Folge

Nahost-Konflikt, steigende Ölpreise und schwaches BIP-Wachstum belasten Wall Street erneut massiv.

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US-Aktienmärkte verbuchen dritten Wochenverlust in Folge

Die US-Aktienmärkte haben die dritte Handelswoche in Folge mit Verlusten abgeschlossen. Alle drei Leitindizes – S&P 500, Dow Jones und Nasdaq – verzeichneten Wochenverluste von jeweils mehr als 1,2 Prozent. Haupttreiber der Unsicherheit ist der eskalierte Nahost-Konflikt, der die Energiepreise nach oben treibt und die wirtschaftliche Stabilität gefährdet.

Am Freitag fiel der S&P 500 um 0,6 Prozent. Der Dow Jones Industrial Average verlor 119 Punkte beziehungsweise 0,3 Prozent, während der technologielastige Nasdaq um 0,9 Prozent nachgab. Dabei hatten die Kurse am Morgen zunächst zugelegt, nachdem Wirtschaftsdaten weitgehend den Erwartungen der Analysten entsprochen hatten.

Das von der US-Notenbank Federal Reserve bevorzugte Inflationsmaß kühlte sich im Januar zwar ab, bleibt jedoch hartnäckig über dem Zentralbankziel. Für zusätzliche Belastung sorgte ein Bericht des Handelsministeriums, der das BIP-Wachstum im vierten Quartal deutlich nach unten korrigierte.

Wirtschaftsdaten trüben die Stimmung

Das revidierte BIP-Wachstum für das vierte Quartal liegt nun bei einer annualisierten Rate von lediglich 0,7 Prozent – nur halb so hoch wie die ursprünglich gemeldeten 1,4 Prozent. Beide Wirtschaftsberichte beziehen sich dabei auf den Zeitraum vor dem Konflikt mit dem Iran, was bedeutet: Die US-Wirtschaft verlangsamte sich bereits, bevor der jüngste Ölpreisanstieg für zusätzlichen Gegenwind sorgte.

Bis zum Mittag des Freitags hatten die frühen Gewinne vollständig gedreht. Anleger rangen sichtlich mit der Ungewissheit über Dauer und Ausmaß des Konflikts und dessen Folgen für die Weltwirtschaft.

Ölpreise auf Mehrjahreshoch

Die Rohölpreise pendelten sich zum Wochenschluss bei über 100 US-Dollar je Barrel ein. Zu Wochenbeginn hatten die Notierungen mit knapp unter 120 Dollar ihren vorläufigen Höchststand erreicht. Die globale Referenzsorte Brent verteuerte sich in der Berichtswoche um 11 Prozent auf 103,14 US-Dollar je Barrel. Die US-amerikanische Sorte West Texas Intermediate (WTI) legte um 8,6 Prozent auf 98,71 Dollar zu.

Für deutsche Anleger sind diese Entwicklungen besonders relevant: Hohe Energiepreise belasten die exportorientierte deutsche Wirtschaft, erhöhen den Inflationsdruck und könnten die Europäische Zentralbank zu einer restriktiveren Geldpolitik zwingen. Die Kombination aus geopolitischer Unsicherheit, hohen Rohstoffpreisen und schwächelndem US-Wachstum dürfte die Märkte auch in den kommenden Wochen unter Druck halten.

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