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US-Aktienfutures erholen sich trotz steigender Anleiherenditen und Inflationssorgen

Steigende Anleiherenditen, Vergeltungsschläge gegen den Iran und Big-Tech-Zahlen prägen den heutigen Handelstag an den US-Märkten.

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US-Aktienfutures erholen sich trotz steigender Anleiherenditen und Inflationssorgen

Die Renditen für US-Staatsanleihen setzen ihren Anstieg fort und spiegeln damit die wachsenden Sorgen über eine steigende Inflation wider. Hinzu kommt die Entschlossenheit der US-Notenbank Federal Reserve, dieser Entwicklung entgegenzuwirken – obwohl die Währungshüter die Leitzinsen den siebten Monat in Folge unverändert gelassen haben. Anleger reagieren zunehmend nervös auf das Ausbleiben von Zinssenkungen.

Besonders deutlich zeigt sich die Anspannung am langen Ende der Zinskurve: Die Rendite für 30-jährige US-Staatsanleihen kletterte auf 5,23 Prozent – den höchsten Stand seit etwa 2007. Bereits gestern hatten Investoren massiv 30-jährige Papiere abgestoßen, und diese Verkaufswelle setzt sich heute fort. Auch die Renditen für Anleihen mit kürzeren Laufzeiten legten zu, was den Druck auf die gesamte Zinskurve erhöht.

Aktienfutures im Plus nach verlustreichem Vortag

Trotz des schwierigen Zinsumfelds tendieren die US-Aktienfutures nach dem gestrigen verlustreichen Handelstag etwas fester. Investoren suchen nach Stabilisierungssignalen, während gleichzeitig geopolitische Spannungen das Marktgeschehen belasten. Die USA haben Vergeltungsschläge gegen den Iran eingeleitet, was die Ölpreise in Bewegung hält.

Die Ölpreise schwanken zwischen leichten Gewinnen und Verlusten. Rohöl der Sorte Brent wird derzeit rund 15 US-Dollar höher gehandelt als noch vor Kriegsbeginn – ein deutliches Zeichen dafür, wie stark die geopolitischen Risiken bereits in den Energiepreisen eingepreist sind. Höhere Energiepreise wiederum könnten den Inflationsdruck weiter verstärken und die Aufgabe der Fed zusätzlich erschweren.

Big Tech im Fokus: Meta verliert, Microsoft gewinnt

Im vorbörslichen Handel zeigt sich ein gemischtes Bild bei den Technologieriesen. Die Aktie von Meta gibt nach, während Microsoft zulegt. Beide Konzerne hatten zuvor Einblicke gegeben, wie sie ihre massiven Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) künftig monetarisieren wollen. Die Frage, wann und wie KI-Ausgaben in konkrete Erträge umgewandelt werden, bleibt für Anleger eine der zentralen Fragen der aktuellen Berichtssaison.

Weitere Klarheit dürften die Zahlen von Amazon und Apple bringen, die beide noch heute Nachmittag ihre Quartalsergebnisse vorlegen. Als sogenannte Hyperscaler – also Anbieter von Cloud-Infrastruktur und digitalen Diensten im großen Maßstab – gelten beide Unternehmen als wichtige Gradmesser für den Zustand der gesamten Technologiebranche. Anleger werden genau beobachten, welche Aussagen die Konzerne zu ihren KI-Investitionen und deren Rentabilität machen.

Für deutsche Privatanleger bleibt das Umfeld anspruchsvoll: Steigende US-Renditen erhöhen den Druck auf Aktienbewertungen weltweit, da höhere risikofreie Zinsen die relative Attraktivität von Aktien schmälern. Gleichzeitig sorgen geopolitische Unsicherheiten und die anhaltende Inflationsdebatte für Volatilität an den internationalen Märkten.

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