Unterschiedliche Sicherheitsfunktionen bei Kreditkarten
Banken bieten verschiedene Optionen zur Sperrung von Karten in Risikoländern an

Ein Leser hat sich darüber gewundert, dass einige Banken ihren Kunden die Möglichkeit bieten, Kreditkarten in bestimmten Ländern zur Vermeidung von Missbrauch zu sperren, während dies bei anderen Banken nicht der Fall ist. Die Kreditkartenanbieter Visa und Mastercard erklärten auf Anfrage, dass sie grundsätzlich Funktionen anbieten, die es ermöglichen, die Nutzung der Karte nach Ländern oder Händlerkategorien zu sperren. Diese Funktion, bekannt als Visa Transaction Controls, ist ein zusätzlicher Schutzmechanismus, der es den Karteninhabern erlaubt, ihre Kreditkarten nach ihren individuellen Bedürfnissen zu konfigurieren.
Allerdings liegt es im Ermessen jeder Bank, ob sie diese Zusatzoption ihren Kunden zur Verfügung stellt. Während einige Banken diese Funktionen anbieten, setzen andere sie nicht um. So können Kunden der Sparkassengruppe beispielsweise über die Funktion „Card Control“ nicht nur den Einsatz ihrer Girocards, sondern auch ihrer Kreditkarten nach Wunsch steuern und einzelne Einsatzorte festlegen. Auch die Direktbank DKB bietet eine ähnliche Funktionalität und ermöglicht ihren Kunden, die Nutzung der Karte in bestimmten Ländern zu sperren.
Darüber hinaus setzen einige Banken standardisierte Sperren für Länder mit hohem Betrugsrisiko, ein Verfahren, das als Geoblocking bezeichnet wird. Diese Sperren verhindern, dass Kreditkarten in Regionen eingesetzt werden, die für hohe Betrugsraten bekannt sind. Dies gibt den Kunden zusätzlichen Schutz, insbesondere bei Reisen in Risikoländer.
Wer jedoch in ein Land reist, das als hohes Betrugsrisiko gilt, sollte im Vorfeld klären, ob die eigene Karte in diesem Land verwendet werden kann. Da nicht alle Banken diese Schutzmechanismen anbieten, ist es ratsam, sich vorab über die spezifischen Sicherheitsoptionen der eigenen Kreditkarte zu informieren, um böse Überraschungen zu vermeiden.
