Unsicherheit prägte die Märkte vor Trumps Zollplänen
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Die Anleger in Europa blickten gespannt nach Washington, wo US-Präsident Donald Trump am späten Abend seine neuen Zollpläne verkündete. Die Unsicherheit vor einer möglichen Eskalation im Handelsstreit zwischen den USA und Europa sorgte im Vorfeld für Verunsicherung an den Märkten. Vor allem der DAX gab nach und schloss mit einem Minus von 0,66 Prozent bei 22.390 Punkten. Zwischenzeitlich war der deutsche Leitindex sogar bis auf 22.142 Punkte gefallen, konnte sich jedoch zum Handelsende leicht erholen. Marktteilnehmer hielten eine weitere Verschärfung der Handelsspannungen für möglich. Analysten warnten vor den Risiken eines Handelskrieges, der eine Rezession auslösen könnte.
Während die europäischen Börsen unter Druck standen, setzte sich an der Wall Street vorsichtiger Optimismus durch. Der Dow Jones und der Nasdaq 100 drehten leicht ins Plus. Positive Konjunkturdaten aus den USA stützten die Stimmung. Die Auftragseingänge der US-Industrie stiegen im Februar zum zweiten Mal in Folge. Auch die Bestellungen für langlebige Güter wurden nachträglich etwas stärker als zunächst gemeldet. Dennoch blieb die Unsicherheit groß, da die Details von Trumps Zollplänen zunächst offenblieben. Ob reziproke Zölle oder pauschale Erhöhungen von bis zu 20 Prozent geplant waren, blieb unklar.
Auch der Goldpreis profitierte von der allgemeinen Nervosität an den Märkten. Das Edelmetall legte um 0,4 Prozent auf 3.126 Dollar je Feinunze zu, nachdem es am Vortag ein Rekordhoch erreicht hatte. Experten hielten es für möglich, dass der Preis in den kommenden Monaten die Marke von 3.300 Dollar überschreiten könnte. Die Ölpreise zeigten sich ebenfalls fester. Brent-Öl aus der Nordsee verteuerte sich auf 74,67 Dollar je Barrel, nachdem die OPEC+ ihre Förderkürzungen schrittweise zurücknahm. Gleichzeitig stützten Sorgen über mögliche US-Zölle auf Ölexporte aus dem Iran und Venezuela die Notierungen.
Am Aktienmarkt sorgten zudem Unternehmensmeldungen für Bewegung. Die Tesla-Aktie schwankte stark, nachdem der Elektroautobauer einen überraschend deutlichen Rückgang der Auslieferungen bekanntgegeben hatte. Händler verwiesen auf hohe Short-Positionen und einen Bericht, wonach Elon Musk seine Beratertätigkeit für Trump beenden könnte. Die Titel von Bayer und Sartorius standen hingegen unter Druck, nachdem Trump im US-Pharmasektor Massenentlassungen angekündigt hatte. Unterdessen meldeten BMW und Volkswagen Absatzsteigerungen auf dem US-Markt, während Auto1 erstmals einen Gewinn ausweisen konnte. Auch Fuchs, Nordex und die Deutsche Post sorgten mit Unternehmensnachrichten für Aufmerksamkeit.
