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Unklare Zinslage sorgt weiter für Unsicherheit

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Unklare Zinslage sorgt weiter für Unsicherheit

Der unklare Zinskurs der US-Notenbank sorgte erneut für viel Unsicherheit bei den Wall-Street-Investoren. KI-Aktien stehen jedoch weiter im Fokus. Auch der DAX musste heute kräftig Federn lassen. Die Investoren versuchten, die uneinheitliche Datenlage in Bezug auf den Zeitpunkt der ersten Zinssenkung der US-Notenbank zu interpretieren. Trotz jüngster Entspannungssignale von der Preisfront bleiben die Währungshüter vorsichtig. Analysten zeigten sich ebenfalls zurückhaltend. Konstantin Oldenburger von CMC Markets kommentierte, dass es wirtschaftlich nicht entscheidend sei, ob 2024 weniger und 2025 mehr Zinssenkungen kommen, sollte sich die Inflation weiter abkühlen.

Die großen Wall-Street-Indizes tendierten erneut uneinheitlich. Während Technologieaktien und Indizes vom Boom um Künstliche Intelligenz (KI) profitierten und neue Rekordstände feierten, herrschte bei den Standardwerten weiterhin Tristesse. Der Dow Jones verlor 0,17 Prozent auf 38.647 Punkte und weist damit seit Jahresbeginn eine unterdurchschnittliche Wertentwicklung auf. Der Nasdaq-Composite-Index und der Nasdaq 100 erreichten im Vormittagshandel neue Rekordstände, konnten diese jedoch nicht halten. Die Nasdaq-Investoren können sich über eine Wertentwicklung von knapp 30 Prozent im laufenden Jahr freuen. Der S&P-500-Index markierte sein Tageshoch bei 5.437 Zählern und schloss bei 5.433 Punkten, was einem Zuwachs von 0,23 Prozent entspricht.

Analysten zeigten sich heute besonders von den Broadcom-Quartalszahlen begeistert. Der Chiphersteller übertraf die Konsensschätzungen bei Umsatz und Ergebnis je Aktie. Der Umsatz stieg im zweiten Quartal um 43 Prozent auf 12,5 Milliarden Dollar, der bereinigte operative Gewinn legte um 31 Prozent auf 7,4 Milliarden Dollar zu. Die Aktie sprang an der Nasdaq um 12,2 Prozent nach oben.

Der DAX weitete seine Verluste am Nachmittag deutlich aus und verlor am Ende des Tages 1,96 Prozent auf 18.265 Punkte. Der marktbreite MDAX sackte um 2,61 Prozent auf 26.075 Zähler ab. Ernüchterung herrschte über die verhaltene Reaktion der US-Notenbank nach der Zinssitzung. Anleger hatten euphorisch auf besser als erwartet ausgefallene Inflationszahlen reagiert, doch die Fed strebt nur noch eine Zinssenkung in diesem Jahr an.

Auch die Stimmung für die Autobranche trübte sich. Autowerte litten unter den angekündigten Strafzöllen der EU-Kommission auf Elektroautos aus China. Der Euro fiel am späten Nachmittag unter die Marke von 1,08 Dollar und weitete seine Verluste aus. Produktionsdaten aus dem Euroraum bewegten die Kurse kaum.

In den USA stiegen die Erzeugerpreise im Mai weniger als erwartet. Die Industrieproduktion in der Eurozone verzeichnete im April überraschend einen leichten Dämpfer. Der Chef der Thyssenkrupp-Wasserstofftochter Nucera rechnet mit einer raschen Erholung des Ausrüster-Marktes. Die EU-Kommission tendiert dazu, die Übernahme der ITA Airways durch die Lufthansa zu genehmigen.

Aktien von Borussia Dortmund legten zu, nachdem Trainer Edin Terzic seinen Rückzug bekannt gab. OpenAI verzeichnet dank ChatGPT wachsende Einnahmen. Der Fernbus- und Bahnbetreiber Flix prüft einen Investoreneinstieg. Adobe übertraf die Umsatzerwartungen dank starker Nachfrage nach seinen KI-Werkzeugen.

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