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Ungarische Aktien: Fondsmanager sieht massive Fehlbewertung am Markt

Ein erfahrener Osteuropa-Spezialist mit 22 Jahren Expertise sieht ungarische Aktien als deutlich unterbewertet an.

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Ungarische Aktien: Fondsmanager sieht massive Fehlbewertung am Markt

Mehis Raud ist kein gewöhnlicher Fondsmanager. Seit 22 Jahren arbeitet er als Partner bei AS Trigon Asset Management, einer auf Zentral- und Osteuropäische Aktienmärkte spezialisierten Fondsgesellschaft mit Sitz in Tallinn, Estland. Seine Kernthese ist klar: Ungarische Aktien sind falsch bewertet – und damit eine potenzielle Chance für Anleger, die den Blick über die großen westeuropäischen Börsen hinaus wagen.

Raud verantwortet gemeinsam mit zwei Kollegen den Trigon New Europe Fund (ISIN: LU1687402393). Mit einem Fondsvolumen von 670 Millionen Euro ist dieser Fonds größer als alle anderen ETFs und Investmentfonds, die sich auf die Region Zentral- und Osteuropa konzentrieren. Das macht ihn zum wichtigsten aktiv verwalteten Vehikel für diesen Markt überhaupt.

Ungarische Schwergewichte im Portfolio

Elf Prozent des Fondskapitals fließen in ungarische Aktien. Zu den gehaltenen Positionen zählen bekannte Namen der ungarischen Wirtschaft: der Telekommunikationskonzern Magyar Telekom, das Öl- und Gasunternehmen MOL Magyar, die OTP Bank sowie der Pharmariese Richter Gedeon. Diese vier Unternehmen repräsentieren unterschiedliche Sektoren der ungarischen Volkswirtschaft – von Energie über Finanzen bis hin zu Gesundheit und Telekommunikation.

Für Privatanleger, die eine Diversifikation abseits der DAX- oder Euro-Stoxx-Werte suchen, bieten osteuropäische Märkte wie Ungarn eine interessante Beimischung. Die Region gilt traditionell als weniger korreliert mit den großen westlichen Indizes, was in turbulenten Börsenphasen stabilisierend wirken kann. Gleichzeitig sind die Bewertungen in vielen Fällen deutlich niedriger als bei vergleichbaren westeuropäischen Unternehmen.

Spezialisierung als Wettbewerbsvorteil

Trigon Asset Management hat sich bewusst auf eine Nische konzentriert, die von großen internationalen Fondsgesellschaften oft vernachlässigt wird. Zentral- und Osteuropa umfasst Märkte mit unterschiedlichen politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen – darunter EU-Mitglieder wie Ungarn, Polen oder die baltischen Staaten, aber auch Länder außerhalb der Europäischen Union. Diese Komplexität erfordert tiefes lokales Know-how, das Generalisten kaum aufbauen können.

Mit 22 Jahren Erfahrung in dieser Region bringt Raud genau dieses Wissen mit. Die Fondsgesellschaft sitzt dabei bewusst in Tallinn – mitten in der Region, die sie analysiert und bespielt. Das unterscheidet Trigon von vielen Wettbewerbern, die Osteuropa aus London oder Frankfurt heraus beobachten.

Für Anleger, die das Thema Osteuropa-Aktien verfolgen möchten, bleibt der Trigon New Europe Fund mit seinem Volumen von 670 Millionen Euro der mit Abstand bedeutendste aktiv gemanagte Zugang zu dieser Assetklasse. Ob die These der Fehlbewertung ungarischer Aktien aufgeht, wird letztlich die Marktentwicklung zeigen – die Grundlage dafür liefert jedoch ein erfahrenes Team mit jahrzehntelanger regionaler Expertise.

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