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Umfrage: 78 Prozent der Amerikaner machen Trump für steigende Preise verantwortlich

Eine Reuters/Ipsos-Umfrage zeigt: Parteiübergreifend sehen Amerikaner Trumps Politik als Hauptursache für wachsende Lebenshaltungskosten.

• 2 Min
Umfrage: 78 Prozent der Amerikaner machen Trump für steigende Preise verantwortlich

Rund 78 Prozent der Amerikaner machen die Politik von Präsident Donald Trump für steigende Preise verantwortlich, die schneller wachsen als ihre Einkommen. Das ist das zentrale Ergebnis einer aktuellen Reuters/Ipsos-Umfrage, die kurz vor den US-Zwischenwahlen im nächsten Monat veröffentlicht wurde. Bemerkenswert dabei: Die Kritik kommt nicht nur von der Opposition, sondern zieht sich quer durch alle politischen Lager.

Besonders aufschlussreich ist, dass sogar 57 Prozent der republikanischen Wähler – also Trumps eigene Anhänger – angaben, dass die Kosten schneller gestiegen sind als ihre Gehaltsschecks. Dies zeigt, wie tief die wirtschaftliche Unzufriedenheit in der amerikanischen Bevölkerung verankert ist, unabhängig von der politischen Zugehörigkeit.

Lebenshaltungskosten als größte Sorge vor den Zwischenwahlen

Sowohl Republikaner als auch Demokraten nennen die Lebenshaltungskosten als ihre größte Sorge im Hinblick auf die bevorstehenden Zwischenwahlen. Die Umfrage verdeutlicht damit, dass das Thema Kaufkraft und Inflation zum dominierenden politischen Thema in den USA geworden ist – mit potenziell weitreichenden Folgen für den Ausgang der Wahlen.

Als konkrete Ursachen für den Preisanstieg werden in der Umfrage Trumps Streben nach Importzöllen, der Konflikt mit dem Iran sowie weitere politische Maßnahmen der Regierung genannt. Diese Faktoren werden von der Bevölkerung direkt mit dem Anstieg der Lebenshaltungskosten in Verbindung gebracht und stehen im Widerspruch zu einem zentralen Wahlkampfversprechen Trumps.

Zölle und geopolitische Spannungen belasten die Haushaltskassen

Für deutsche Beobachter und Anleger ist diese Entwicklung von besonderer Bedeutung: US-Importzölle wirken sich nicht nur auf die amerikanische Wirtschaft aus, sondern haben auch direkte Auswirkungen auf den globalen Handel und damit auf exportorientierte Volkswirtschaften wie Deutschland. Steigende Preise in den USA können zudem die Geldpolitik der US-Notenbank Federal Reserve beeinflussen, was wiederum internationale Kapitalmärkte bewegt.

Die Ergebnisse der Reuters/Ipsos-Umfrage liefern ein klares Signal: Wenn selbst die eigene Wählerschaft die wirtschaftliche Politik einer Regierung kritisch bewertet, gerät die politische Basis unter Druck. Mit Blick auf die Zwischenwahlen könnte die Unzufriedenheit über steigende Lebenshaltungskosten zu einem entscheidenden Faktor werden – und die politische Landschaft in Washington nachhaltig verändern.

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