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EU und China: Ein kompliziertes Handelsverhältnis im Fokus

Europa kauft täglich eine Milliarde Euro mehr Waren aus China, als es dorthin verkauft – ein wachsender Handelsstreit.

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EU und China: Ein kompliziertes Handelsverhältnis im Fokus

Europa hat ein China-Problem. Jeden Tag kauft die Europäische Union eine Milliarde Euro mehr Waren aus China ein, als sie an China zurückverkauft. Diese wachsende Handelslücke steht im Zentrum einer neuen Ausgabe des wöchentlichen Newsletters der Financial Times, in der Chefredakteurin Roula Khalaf ihre favorisierten Geschichten vorstellt.

Die EU will sich gegenüber Peking wegen der steigenden Exporte zur Wehr setzen, die die europäische Industrie herausfordern. Doch die Ausgangslage ist verzwickt: China ist zugleich ein lebenswichtiger Markt für europäische Unternehmen und ein entscheidender Lieferant von Gütern und Rohstoffen. Daraus ergibt sich die zentrale Frage, wie man einen Handelsstreit mit einem Land angeht, von dem man abhängig ist.

Bernd Lange im Gespräch

Genau dieser Frage widmet sich die aktuelle Episode des Podcasts. Gastgeberin Soumaya Keynes spricht mit Bernd Lange, dem deutschen Europaabgeordneten, der den internationalen Handelsausschuss des Europäischen Parlaments vorsitzt. Im Gespräch geht es darum, was Brüssel tun kann, um das Kräftegleichgewicht mit China wiederherzustellen.

Lange ist damit eine Schlüsselfigur in der europäischen Handelspolitik. Als Vorsitzender des Handelsausschusses im Europäischen Parlament ist er an den Entscheidungen beteiligt, die den wirtschaftlichen Umgang der EU mit ihren wichtigsten Handelspartnern prägen. Seine Einschätzungen dürften daher für Anleger und Unternehmen gleichermaßen von Interesse sein.

Neben dem Verhältnis zu China beleuchtet die Episode ein zweites großes Thema: die Neuordnung des globalen Handels durch US-Präsident Donald Trump. Trump schreibt die Regeln des globalen Handels neu, und die EU steht vor der Aufgabe, sicherzustellen, dass auch die USA fair spielen. Damit rückt die transatlantische Handelspolitik in den Fokus der Diskussion.

Kontext für Anleger

Für deutsche Privatanleger ist die Thematik von erheblicher Bedeutung. Deutschland ist eine stark exportorientierte Volkswirtschaft, und sowohl China als auch die USA zählen zu den wichtigsten Handelspartnern. Verschiebungen im globalen Handel können sich daher unmittelbar auf Unternehmen, Lieferketten und letztlich auch auf die Kapitalmärkte auswirken.

Die Episode ordnet sich in eine Reihe von Beiträgen ein, die sich mit den wachsenden Spannungen im Welthandel befassen. Die Kernfrage bleibt, wie die EU ihre wirtschaftlichen Interessen schützt, ohne sich von wichtigen Märkten und Rohstofflieferanten abzuschneiden. Eine einfache Antwort darauf gibt es nicht – das macht die Debatte so kompliziert.

Die Sendung wird von Soumaya Keynes präsentiert und von Katya Kumkova produziert. Die Originalmusik stammt von Breen Turner, das Sounddesign von Sean McGarrity. Manuela Saragosa ist die Executive Producerin, Flo Phillips leitet den Audio-Bereich der Financial Times. Ein Transkript der Episode ist auf FT.com verfügbar. Die Kommentarfunktion zu diesem Artikel ist nicht aktiviert.

Wer sich für die Details interessiert, kann die Folge über die gängigen Podcast-Plattformen wie Apple, Spotify oder Pocket Casts abonnieren. Die Quelle der Informationen ist FT Markets.

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