UBS stuft globale Aktien als attraktiv ein
Bank erwartet Produktivitätsschub durch KI und sieht weiteres Aufwärtspotenzial an den Märkten

Die Schweizer Großbank UBS hat ihre Einschätzung für globale Aktien von „neutral“ auf „attraktiv“ angehoben. Als Begründung nennt das UBS Global Wealth Management erwartete Produktivitätssteigerungen durch Investitionen in Künstliche Intelligenz sowie ein insgesamt unterstützendes wirtschaftspolitisches Umfeld. Laut einer Mitteilung des Instituts seien die strukturellen Trends im Technologiesektor weiterhin intakt. Die Vielzahl strategischer Partnerschaften zwischen führenden Akteuren der KI-Branche stärke das Vertrauen in einen anhaltenden Investitionszyklus und sorge zugleich für größere Planungssicherheit bei den Einnahmen.
In den vergangenen Wochen hat der weltweite KI-Boom eine Reihe bedeutender Kooperationen und Übernahmen ausgelöst, insbesondere zwischen großen Technologiekonzernen und Start-ups aus dem Silicon Valley. Diese Dynamik hat die globalen Aktienmärkte auf neue Rekordstände getrieben. Anleger zeigen sich zuversichtlich, dass die US-Notenbank Federal Reserve ihre Zinssenkungen früh genug eingeleitet hat, um eine Rezession zu vermeiden. Der MSCI World Index, der stark von US-Unternehmen geprägt ist, hat seit seinem Tief im April rund 15,5 Prozent zugelegt. Der vorherige Rückschlag war durch Konjunktursorgen infolge der sogenannten „Liberation Day“-Zölle von US-Präsident Donald Trump ausgelöst worden.
Neben der globalen Einstufung hob UBS auch ihre Bewertung für US-Aktien von „neutral“ auf „attraktiv“ an. Die Bank sieht weiteren Spielraum für Kursgewinne, obwohl die laufende Hausse an den US-Börsen bereits seit drei Jahren anhält. Sie wird vor allem durch die anhaltende Begeisterung für Künstliche Intelligenz und zuletzt durch die Erwartung sinkender Zinsen getragen. Gleichwohl mehren sich unter Investoren die Sorgen über hohe Bewertungen und mögliche Übertreibungen. Trotz dieser Risiken zeigt sich UBS optimistisch und verweist auf robuste Unternehmensgewinne sowie eine zunehmend zurückhaltende Geldpolitik der Federal Reserve.
Im Zuge der Neubewertung erhöhte die Bank auch ihr Kursziel für den US-Leitindex S&P 500 zum Jahresende 2025 von 6.600 auf 6.900 Punkte. Damit reiht sich UBS in eine Serie von Aufwärtskorrekturen anderer Finanzhäuser ein. Das neue Ziel entspricht einem potenziellen Aufschlag von rund vier Prozent auf den jüngsten Schlussstand von 6.629,07 Punkten. Parallel zu diesen Entwicklungen meldete der japanische Technologiekonzern SoftBank Group eine Übernahme in der Schweiz: Für 5,4 Milliarden Dollar will das Unternehmen das Robotikgeschäft des Schweizer Ingenieurskonzerns ABB erwerben.
