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UBS muss Millionenstrafe nach Bankenfusion zahlen

EU-Gericht reduziert Buße für frühere Devisenabsprachen der Credit Suisse deutlich

2 Min
UBS muss Millionenstrafe nach Bankenfusion zahlen

UBS muss für kartellrechtliche Vergehen der übernommenen Credit Suisse geradestehen. Die Schweizer Großbank wurde vom EU-Gericht zu einer Geldbuße von knapp 29 Millionen Euro verurteilt. Grund sind illegale Absprachen im Devisenhandel, an denen sich die Credit Suisse beteiligt hatte. Das Verfahren geht auf eine Kartelluntersuchung der EU-Kommission aus dem Jahr 2021 zurück.

Damals hatte die Kommission insgesamt fünf europäischen Großbanken – darunter auch UBS, Barclays, RBS und HSBC – Geldbußen in Höhe von insgesamt 344 Millionen Euro auferlegt. Die Credit Suisse war in einem Fall auffällig geworden, bei dem Händler der beteiligten Institute sensible Informationen über einen professionellen Online-Chatroom austauschten. Diese Kommunikation betraf den sogenannten Devisenkassamarkt, auf dem Währungen innerhalb kurzer Fristen nach Geschäftsabschluss transferiert werden.

Im Gegensatz zu den anderen betroffenen Banken hatte sich die Credit Suisse nicht auf einen Vergleich mit der EU-Kommission eingelassen, sondern ein vollständiges Verfahren durchlaufen. Die ursprünglich gegen sie verhängte Geldstrafe belief sich auf rund 83 Millionen Euro. Das EU-Gericht in Luxemburg korrigierte diese Summe nun deutlich nach unten. Die Richter entschieden, dass die ursprüngliche Berechnung der Strafe fehlerhaft gewesen sei. Die nun gültige Geldbuße liegt bei knapp 29 Millionen Euro.

Da die UBS im März 2023 unter Druck der Schweizer Regierung und mit staatlicher Unterstützung die angeschlagene Credit Suisse übernommen hatte, trägt sie nun auch deren juristische Altlasten. Die Fusion war seinerzeit als Notverkauf organisiert worden, nachdem die Credit Suisse in finanzielle Schieflage geraten war. Damit gehen auch mögliche gerichtliche Konsequenzen aus früheren Vergehen der übernommenen Bank auf die UBS über.

Das Urteil des EU-Gerichts kann von der UBS noch vor dem Europäischen Gerichtshof angefochten werden. Ob die Bank von diesem Recht Gebrauch machen wird, ist bislang nicht bekannt. Die beiden Banken, deren Hauptsitze sich am Paradeplatz in Zürich befinden, sind seit Abschluss der Übernahme organisatorisch miteinander verschmolzen. Das Verfahren zeigt, dass die Übernahme der Credit Suisse für die UBS nicht nur strategische Vorteile, sondern auch finanzielle und juristische Risiken mit sich bringt.

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