UBS hebt MSCI Emerging Markets-Prognose deutlich an
Die Schweizer Großbank UBS zeigt sich optimistisch für Schwellenländeraktien und hebt ihre Prognose für den MSCI EM Index auf 1.640 Punkte bis Ende 2026 an. Haupttreiber sind starkes Gewinnwachstum und Chinas KI-Offensive.

Die UBS hat ihre Erwartungen für Schwellenländeraktien deutlich nach oben korrigiert. Die Schweizer Großbank prognostiziert nun einen Stand von 1.640 Punkten für den MSCI Emerging Markets Index bis Dezember 2026. Damit hebt UBS ihre bisherige Einschätzung spürbar an und bekräftigt gleichzeitig ihr "Attraktiv"-Rating für diese Anlageklasse.
Gewinnwachstum als Haupttreiber
Die UBS-Analysten erwarten für 2025 ein beeindruckendes Gewinnwachstum pro Aktie von 20% im MSCI EM – das stärkste unter allen globalen Aktienregionen. "Das Gewinnwachstum bleibt der Haupttreiber", betonen die Experten in ihrer aktuellen Research-Note. Unterstützt wird diese Entwicklung durch Chinas wirtschaftliche Erholung, die rasante Einführung künstlicher Intelligenz und eine robuste Binnennachfrage in Schlüsselmärkten.
China und KI im Fokus
Besonders positiv bewertet UBS chinesische Technologieaktien, die als "am attraktivsten" eingestuft werden. Die staatliche Unterstützung für KI-Entwicklung, verbesserte Liquidität und Anzeichen makroökonomischer Stabilisierung sprechen für diese Titel. Neben China gelten Indien, Brasilien und Indonesien als bevorzugte Märkte, die durch überzeugende inländische Wachstumstreiber punkten.
Günstige Rahmenbedingungen
Das makroökonomische Umfeld zeigt sich konstruktiv: Ein schwächerer US-Dollar, lockere globale Finanzbedingungen und unterstützende Geldpolitik sollten die Kapitalzuflüsse in Schwellenländer aufrechterhalten. Zudem verbessern sich die Governance-Standards, insbesondere in Asien, was die Eigenkapitalrendite steigert und die Bewertungen stützt.
Attraktive Bewertung trotz starker Performance
Trotz eines beeindruckenden Zuwachses von 34% im Jahr 2025 – der besten jährlichen Performance seit 2017 – bleiben Schwellenländeraktien im Vergleich zu entwickelten Märkten attraktiv bewertet. "Die anhaltende Untergewichtung durch globale Investoren lässt Raum für weitere Zuflüsse", so die UBS-Analysten. Sie betonen, dass Gewinnrealisierung und politische Unterstützung entscheidend sein werden, um die Rally bis 2026 fortzusetzen.
Für deutsche Anleger bieten Schwellenländeraktien damit eine interessante Diversifizierungsmöglichkeit mit attraktivem Renditepotenzial, insbesondere in einem Umfeld nachlassender US-Dollar-Stärke.
