UBS-Gewinn springt im dritten Quartal deutlich an
Starke Erträge, neue Zuflüsse und Fortschritte bei Credit-Suisse-Integration treiben Ergebnis

UBS hat im dritten Quartal 2025 einen deutlichen Gewinnanstieg verzeichnet und die Erwartungen der Analysten klar übertroffen. Der Nettogewinn stieg um 74 Prozent auf 2,5 Milliarden US-Dollar, während der Marktkonsens lediglich 1,29 Milliarden US-Dollar erwartet hatte. Damit erzielte die grösste Schweizer Bank ihr bestes Quartalsergebnis seit dem zweiten Quartal 2023, als einmalige Effekte im Zusammenhang mit der Übernahme der Credit Suisse zu einem Rekordgewinn geführt hatten.
Das starke Resultat wurde durch höhere Erträge in einem von Marktvolatilität geprägten Umfeld gestützt. Turbulenzen im globalen Handel sowie eine Belebung der M&A-Aktivitäten trugen wesentlich zur Umsatzsteigerung bei. Zudem profitierte UBS von der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 688 Millionen US-Dollar, die vor allem mit der Beilegung von Altverfahren aus der Zeit der Credit Suisse sowie einem Fall in Frankreich in Verbindung standen.
Im Bereich Global Wealth Management verzeichnete UBS Zuflüsse von 38 Milliarden US-Dollar, während in der Vermögensverwaltung weitere 18 Milliarden hinzukamen. Die gesamten verwalteten Vermögen näherten sich damit der Marke von sieben Billionen US-Dollar. Besonders starke Mittelzuflüsse aus Asien kompensierten Abflüsse aus dem amerikanischen Markt, wo die Bank jüngst eine US-Banklizenz beantragt hat.
Auch im Investmentbanking fiel das Ergebnis positiv aus. Die Erträge im globalen Bankgeschäft legten im Jahresvergleich um 52 Prozent zu, im Handel um 14 Prozent. Beide Bereiche erzielten das beste dritte Quartal ihrer Geschichte. Die Integration der Credit Suisse schreitet weiter voran; inzwischen wurden über zwei Drittel der in der Schweiz gebuchten Kundenkonten übertragen.
UBS bekräftigte ihre Ziele für 2026 und hält an dem Vorhaben fest, in diesem Jahr Aktien im Wert von drei Milliarden US-Dollar zurückzukaufen. Dennoch weist das Institut auf die anhaltenden makroökonomischen Unsicherheiten hin. Ein starker Franken, erhöhte US-Zölle und ein möglicherweise länger andauernder Regierungsstillstand in den USA könnten die Entwicklung der Schweizer Wirtschaft belasten.
Darüber hinaus kündigte UBS an, gegen ein Urteil eines Schweizer Gerichts Berufung einzulegen, das die Abschreibung von 16,5 Milliarden Franken an Credit-Suisse-Anleihen für rechtswidrig erklärt hatte. Die Bank plant keine Rückstellungen in diesem Zusammenhang.
