UBS-Chef Ermotti plant Rücktritt 2027 – Nachfolgerennen eröffnet
Sergio Ermotti, CEO der UBS Group, will laut Financial Times im April 2027 zurücktreten. Mehrere interne Kandidaten stehen bereits für seine Nachfolge bereit.

Der Schweizer Bankenriese UBS Group AG steht vor einem Führungswechsel: CEO Sergio Ermotti plant laut einem Bericht der Financial Times seinen Rücktritt für April 2027. Die britische Wirtschaftszeitung beruft sich dabei auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Ermotti führt die größte Schweizer Bank seit seiner Rückkehr im Jahr 2023, als er die schwierige Integration der Credit Suisse übernahm.
Nachfolgekandidaten bereits im Rennen
Als aussichtsreichster Nachfolger gilt Aleksandar Ivanovic, der derzeit die Vermögensverwaltungssparte der UBS leitet. Doch auch weitere hochkarätige interne Kandidaten stehen bereit: Die Co-Leiter des Wealth Management, Iqbal Khan und Robert Karofsky, sowie Chief Operating Officer Beatriz Martin werden als potenzielle Nachfolger gehandelt. Alle Kandidaten verfügen über langjährige Erfahrung im Bankgeschäft und kennen die Strukturen der UBS bestens.
Verwaltungsrat noch ohne finale Entscheidung
Laut den Quellen der Financial Times hat der Verwaltungsrat der UBS den Zeitpunkt von Ermottis Ausscheiden noch nicht endgültig beschlossen. Die lange Vorlaufzeit bis 2027 ermöglicht jedoch eine geordnete Nachfolgeplanung. Dies ist besonders wichtig, da die Bank derzeit noch mit der Integration der übernommenen Credit Suisse beschäftigt ist – eine der größten und komplexesten Bankenfusionen der jüngeren Geschichte.
Ermottis zweite Amtszeit bei der UBS
Sergeo Ermotti hatte die UBS bereits von 2011 bis 2020 als CEO geführt und das Institut nach der Finanzkrise erfolgreich stabilisiert. Im März 2023 kehrte er zurück, um die Notübernahme der angeschlagenen Credit Suisse zu managen. Diese staatlich orchestrierte Rettungsaktion stellte die UBS vor enorme Herausforderungen, sowohl operativ als auch kulturell. Ein geplanter Rücktritt 2027 würde Ermotti gut vier Jahre Zeit geben, die Integration abzuschließen und die Bank für die Zukunft aufzustellen.
Bedeutung für den Schweizer Finanzplatz
Die rechtzeitige Nachfolgeplanung bei der UBS ist von großer Bedeutung für den gesamten Schweizer Finanzplatz. Nach der Fusion mit der Credit Suisse ist die UBS systemrelevanter denn je. Eine stabile Führung und ein reibungsloser Übergang sind entscheidend für das Vertrauen der Anleger und Kunden. Die UBS selbst hat sich zu den Berichten bislang nicht offiziell geäußert.
