Uber plant weltweiten Einsatz von 20.000 Robotaxis
Lucid-SUVs mit Nuro-Technologie sollen ab 2026 in mehreren Ländern starten

Uber plant den großflächigen Einsatz autonomer Fahrzeuge und will sich damit als führender Anbieter im Robotaxi-Markt etablieren. Bis 2031 sollen weltweit mindestens 20.000 selbstfahrende Autos auf Basis von SUVs des Elektroauto-Herstellers Lucid eingesetzt werden. Die Fahrzeuge werden mit der KI-Technologie des US-Unternehmens Nuro ausgestattet. Noch ist offen, in welchen Ländern Uber die Robotaxis einführen wird. Als erster Standort ist laut Unternehmensangaben eine größere Stadt in den USA vorgesehen, wo bereits Ende nächsten Jahres erste Fahrten angeboten werden sollen.
Der erste Prototyp des Lucid-Nuro-Robotaxis ist bereits auf einer geschlossenen Rennstrecke in Las Vegas autonom unterwegs. Die Fahrzeuge sollen entweder Uber selbst oder Flottenpartnern gehören. Das Unternehmen hatte schon zuvor seine Ambitionen unterstrichen, sich zur zentralen Plattform für verschiedene Robotaxi-Entwickler zu entwickeln. In einigen US-Metropolen können bereits selbstfahrende Fahrzeuge der Google-Schwesterfirma Waymo über die Uber-App gebucht werden. Künftig sollen auch Fahrzeuge von Volkswagen Teil des Uber-Angebots sein. Darüber hinaus kündigte der Konzern kürzlich an, dass außerhalb der USA auch Robotaxis des chinesischen Unternehmens Baidu vermittelt werden sollen.
Der Lucid SUV namens Gravity ist erst das zweite Modell des Tesla-Konkurrenten, dessen Produktion bislang in vergleichsweise kleinen Stückzahlen erfolgt. Das Unternehmen wird allerdings vom saudischen Staatsfonds unterstützt, der als Großaktionär langfristige Investitionen sichern soll. Uber selbst hatte ursprünglich an einer eigenen Technologie für autonomes Fahren gearbeitet, sich nach einem tödlichen Unfall bei einer Testfahrt jedoch aus der Entwicklung zurückgezogen.
Auch Tesla setzt auf die Robotaxi-Zukunft. In Austin, Texas, ist der Elektroautohersteller mit einem eigenen Dienst gestartet. Dabei handelt es sich um Model-Y-Geländewagen mit Kamerasystemen, die unter Aufsicht eines Sicherheitsfahrers im Beifahrersitz unterwegs sind. Tesla hat in dieser Woche das Einsatzgebiet seines Angebots ausgeweitet. Der dafür gewählte Bereich fällt durch seine ungewöhnliche Form auf, die – typisch für den Humor von Unternehmenschef Elon Musk – an ein männliches Geschlechtsorgan erinnert. Die Konkurrenz durch Waymo bleibt jedoch spürbar: Das Unternehmen hat den Radius seines eigenen Angebots inzwischen deutlich vergrößert und übertrifft damit die Reichweite von Tesla.
