Uber-Aktie unter Druck: Starkes Wachstum, aber Gewinnzahlen enttäuschen
Ride-Hailing-Riese überzeugt mit Umsatzwachstum und steigenden Nutzerzahlen, doch Steuerbelastungen drücken auf den Gewinn.

Uber Technologies hat im vierten Quartal 2024 ein zweigeteiltes Bild abgeliefert. Während das Unternehmen mit starkem Umsatzwachstum und steigenden Nutzerzahlen überzeugte, sorgte ein enttäuschender Gewinn pro Aktie für Kursverluste. Die Aktie fiel zeitweise um 3,7 Prozent, erholte sich später aber wieder.
Analysten von William Blair attestieren dem Ride-Hailing-Konzern eine "solidere Umsetzung". Die Zahl der monatlich aktiven Plattformkunden stieg deutlich, ebenso die Fahrtenfrequenz. Besonders erfreulich: Das Wachstum beschleunigte sich sowohl im Mobilitäts- als auch im Liefergeschäft. Selbst in San Francisco, wo Konkurrenten bereits autonome Fahrdienste anbieten, konnte Uber sein Kerngeschäft ausbauen – ohne selbst solche Dienste anzubieten.
Der Gewinn pro Aktie verfehlte jedoch die Erwartungen der Wall Street. Hauptgrund waren negative Steuereffekte, die das Ergebnis belasteten. Auch der Betriebsgewinn lag unter den Prognosen. JPMorgan-Analysten halten den Ausverkauf dennoch für übertrieben und verweisen auf den bereinigten Gewinn, der nur knapp unter den Schätzungen lag.
Volatilität durch Eigenkapitalinvestitionen
Die hohe Volatilität beim Gewinn pro Aktie führen Experten auf Belastungen im Zusammenhang mit Eigenkapitalinvestitionen zurück. JPMorgan empfiehlt Anlegern, stattdessen auf den bereinigten Gewinn zu schauen. Das Ebitda entsprach den Erwartungen, während der Umsatz die Prognosen übertraf.
Positiv bewerten Analysten auch den angekündigten Wechsel im Finanzvorstand. Balaji Krishnamurthy, der neue CFO, bringe starke operative Erfahrung aus den Mobilitäts- und Liefergeschäften mit und sei an der Wall Street bekannt und respektiert.
Kanadischer Automarkt trotzt Unsicherheiten
Derweil zeigt sich der kanadische Neuwagenmarkt robust. Im Januar 2025 sanken die Verkäufe zwar um 2,9 Prozent auf 114.000 Einheiten, doch das Niveau bleibt laut DesRosiers Automotive Consultants "historisch stark". Die saisonbereinigte Jahresrate von 2,08 Millionen Fahrzeugen übertrifft die Werte des dritten und vierten Quartals 2024.
Angesichts der Handelsunsicherheiten zwischen den USA und Kanada sowie des kalten Winterwetters hätten die Januardaten "die Erwartungen definitiv übertroffen", so Andrew King, Managing Partner bei DesRosiers. Der Januar gilt traditionell als schwacher Monat im Autohandel, da Haushalte nach Weihnachten mit höheren Ausgaben zu kämpfen haben.
