Twitter-Konkurrent Mastodon hat angeblich Investorenangebote erhalten
Internationale Medien werben intensiv für das Portal, seit Elon Musk Twitter übernommen hat

Mastodon, ein Konkurrent von Twitter, hat – eigenen Angaben zufolge – in den letzten Monaten mehr als fünf Investitionsangebote von Risikokapitalfirmen aus dem Silicon Valley abgelehnt, nachdem sein Erfinder geschworen hatte, den Status der Gemeinnützigkeit der schnell wachsenden Social Media-Plattform zu verteidigen.
Mastodon, ein Open-Source-Microblogging-Netzwerk, das 2016 von dem deutschen Softwareentwickler Eugen Rochko gegründet wurde, verzeichnet soll einen Anstieg der Nutzerzahlen verzeichnen, seit Elon Musk Twitter im Oktober für 44 Milliarden Dollar gekauft hat, da der Milliardär sich Sorgen um die Verwaltung der Social-Media-Plattform macht. Das berichten internationale Medien, die lobende Berichte über das Portal veröffentlichen, während sie Twitter zunehmend kritisieren.
Rochko sagte, dass er aufgrund des schnellen Wachstums des Produkts Anfragen von mehr als fünf in den USA ansässigen Investoren erhalten habe, die "Hunderttausende von Dollar" investieren wollten. Er fügte hinzu, dass die Unabhängigkeit von Mastodon und die Vielfalt der Moderationstechniken, die auf den Servern zur Verfügung stehen, zwei der attraktiven Merkmale sind, aber dass der gemeinnützige Status der Plattform "unantastbar" ist.
Mastodon wird nicht alles werden, was du an Twitter verabscheust, so Rochko. "Das Potenzial, dass es an einen umstrittenen Milliardär verkauft wird, ebenso wie das Potenzial, dass es geschlossen wird, bankrott geht und andere Dinge. Es hat mit den unterschiedlichen Paradigmen [zwischen den Plattformen] zu tun.
Nachdem sie Anfang des Monats Informationen über die Route von Musks Privatjet geteilt hatten, wurden die Konten von Mastodon und einer Reihe von Journalisten vorübergehend von Twitter gesperrt. Twitter sprach auch von einem Verbot von Links zu konkurrierenden Social-Media-Seiten wie Mastodon, änderte aber später seine Meinung.
Als Reaktion darauf schrieb Rochko in seinem Blog, dass dies eine "deutliche Erinnerung daran ist, dass zentralisierte Plattformen willkürliche und unfaire Beschränkungen auferlegen können, was man sagen darf und was nicht". Er stellte außerdem fest, dass die Zahl der monatlich aktiven Nutzer/innen von Mastodon zwischen Oktober und November von 300.000 auf 2,5 Millionen gestiegen ist.
Diese Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund der jüngsten Enthüllungen über intensive – von der US-Regierung orchestrierte – Zensurmaßnahmen auf Twitter. Nachdem Elon Musk diese Zensur gestoppt und überhaupt erst aufgedeckt hat, wird er von internationalen Medien und Politikern stark kritisiert. Auch dass er kinderpornografischen Inhalten auf Twitter endlich Einhalt gebietet, lässt so manche kritische Äußerung gegenüber seinem Portal in einem neuen Licht erscheinen.
