TSX erreicht neues Rekordhoch durch Energieaktien
Ölpreis steigt nach Drohnenangriffen, Uran- und Technologiewerte legen kräftig zu

Kanadas wichtigster Aktienindex hat am Montag ein weiteres Rekordhoch erreicht. Der S&P/TSX Composite Index der Toronto Stock Exchange legte um 147,20 Punkte oder 0,5 Prozent zu und schloss bei 29.431,02 Zählern. Damit übertraf er das bisherige Rekordniveau vom vergangenen Donnerstag. Ausschlaggebend für den Anstieg waren vor allem Kursgewinne im Energie- und Technologiesektor sowie deutliche Zuwächse bei Uranwerten.
An den Rohstoffmärkten sorgte eine Preissteigerung beim Öl für zusätzlichen Rückenwind. Der Preis für ein Barrel stieg um 1,1 Prozent auf 63,36 US-Dollar, nachdem ukrainische Drohnenangriffe russische Raffinerien getroffen hatten. Der Energiesektor des Index legte daraufhin um 0,8 Prozent zu. Besonders stark präsentierte sich der Uranproduzent Cameco, dessen Aktienkurs um 9,9 Prozent kletterte.
Auch die Aktien von Cenovus Energy verzeichneten ein Plus von 1,9 Prozent, nachdem der Konzern in den Fokus einer Übernahmeschlacht gerückt war. MEG Energy rief seine Anteilseigner auf, das verbesserte Übernahmeangebot des Mehrheitseigners Strathcona Resources abzulehnen und stattdessen den Verkauf an Cenovus zu unterstützen. Während MEG-Aktien kaum verändert aus dem Handel gingen, verloren Strathcona-Titel 1,8 Prozent.
Technologiewerte verzeichneten ein Plus von 0,8 Prozent, während der Finanzsektor, der zu den am stärksten gewichteten Branchen zählt, um 0,5 Prozent zulegte. Auf dem Immobilienmarkt zeigte sich unterdessen eine anhaltende Belebung. Laut der Canadian Real Estate Association stiegen die Verkäufe von Wohnimmobilien im August den fünften Monat in Folge. Besonders in Montreal, Vancouver und Ottawa nahm die Aktivität zu, während im Großraum Toronto ein Rückgang verzeichnet wurde.
Auch in den USA beendeten die drei wichtigsten Börsenindizes den Handelstag im Plus. Der Dow Jones legte leicht zu, der S&P 500 gewann rund ein halbes Prozent und die Technologiebörse Nasdaq stieg um nahezu ein Prozent. Anleger blickten dabei gespannt auf die Entscheidungen der großen Notenbanken. Sowohl die US-Notenbank Federal Reserve als auch die Bank of Canada stehen unter Druck, ihre Leitzinsen nach einer längeren Pause zu senken. Erwartet wird, dass beide Institutionen noch in dieser Woche eine entsprechende Entscheidung treffen.
Händler und Analysten verwiesen auf schwächere Wirtschaftsdaten dies- und jenseits der Grenze, die den Druck auf die Zentralbanken erhöht haben. Marktbeobachter rechnen damit, dass geldpolitische Lockerungen neuen Schwung für die Finanzmärkte bringen könnten.
