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TSMC übertrifft Erwartungen im dritten Quartal und hebt Prognose an

Der weltgrößte Auftragschip-Hersteller übertrifft die Analystenschätzungen, doch die Aktie fällt nach der Veröffentlichung.

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TSMC übertrifft Erwartungen im dritten Quartal und hebt Prognose an

Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC) hat am Donnerstag seine Zahlen für das dritte Quartal vorgelegt und die Erwartungen der Analysten übertroffen. Der weltweit größte Auftragschip-Hersteller übertraf dabei sowohl beim Gewinn als auch beim Umsatz die Schätzungen und gab für die laufende Periode eine Prognose ab, die über den Erwartungen des Marktes liegt. Trotz dieser starken Zahlen fiel die TSM-Aktie nach der Veröffentlichung des Berichts.

Konkret erzielte TSMC im September-Quartal einen Gewinn von 4,60 US-Dollar pro US-Aktie bei einem Umsatz von 46,72 Milliarden US-Dollar. Die von FactSet befragten Analysten hatten im Vorfeld mit einem Gewinn von 4,46 US-Dollar je Aktie gerechnet. Damit übertraf das Unternehmen die Konsensschätzung beim Gewinn pro Aktie spürbar. Der Umsatz von 46,72 Milliarden US-Dollar unterstreicht die schiere Größe des Konzerns, der als Auftragsfertiger (Foundry) Chips im Auftrag von Design-Häusern produziert und damit eine Schlüsselrolle in der globalen Halbleiterlieferkette einnimmt.

Bemerkenswert ist die Reaktion des Kapitalmarkts: Obwohl TSMC bei den vorgelegten Zahlen und beim Ausblick überzeugte, gab die TSM-Aktie nach der Veröffentlichung nach. Der Bericht nennt keine konkreten Gründe für den Kursrückgang. Für Anleger ist diese Divergenz zwischen operativer Entwicklung und Kursreaktion ein wichtiger Hinweis darauf, dass Märkte nicht allein auf die absoluten Ergebniszahlen schauen, sondern auch auf die Erwartungen, die im Vorfeld bereits in den Kurs eingepreist wurden.

Prognose liegt über den Markterwartungen

Für die aktuelle Periode legte TSMC eine Prognose vor, die über den Erwartungen der Analysten liegt. Das Unternehmen signalisiert damit, dass es die Dynamik aus dem September-Quartal in die kommenden Monate tragen will. Eine Prognose oberhalb des Konsenses gilt in der Branche als wichtiges Signal, weil sie Rückschlüsse auf die Auftragslage und die Auslastung der Fertigungskapazitäten zulässt.

Der Gewinn pro Aktie ist für Anleger eine zentrale Kennzahl, weil er den auf eine einzelne Aktie entfallenden Anteil am Unternehmensgewinn abbildet. Beim Vergleich mit den FactSet-Schätzungen wird deutlich, wie stark TSMC die Erwartungen übertroffen hat: Statt der prognostizierten 4,46 US-Dollar standen am Ende 4,60 US-Dollar je Aktie zu Buche. Diese Differenz von 0,14 US-Dollar pro Anteilsschein mag auf den ersten Blick klein wirken, ist im Verhältnis zur erwarteten Größenordnung jedoch ein deutliches Überschreiten der Konsensprognose.

Bedeutung für deutsche Anleger

TSMC ist für deutsche Privatanleger vor allem als Indikator für die Verfassung der gesamten Halbleiterbranche relevant. Der Konzern aus Taiwan fertigt Chips für eine Vielzahl von Abnehmern und gilt deshalb als Frühindikator für die Nachfrage nach Elektronik, Rechenzentrumsinfrastruktur und Halbleiterkomponenten. An der US-Börse wird das Unternehmen unter dem Ticker TSM gehandelt, was den Zugang für internationale Investoren erleichtert.

Die Kombination aus einem übertroffenen Quartalsergebnis, einer über den Erwartungen liegenden Prognose und einem dennoch fallenden Aktienkurs zeigt, wie anspruchsvoll die Bewertungsmaßstäbe in der Chipbranche inzwischen sind. Anleger sollten daher nicht nur auf die absoluten Zahlen schauen, sondern auch auf die Reaktion des Marktes und die Erwartungshaltung, die sich im Vorfeld eines Berichts aufgebaut hat.

Für die kommenden Wochen bleibt spannend, ob sich der Kursverlauf von den fundamentalen Daten abkoppelt oder ob der Markt die starken Quartalszahlen noch einpreist. Klar ist: Mit einem Umsatz von 46,72 Milliarden US-Dollar und einem Gewinn von 4,60 US-Dollar je Aktie hat TSMC im September-Quartal geliefert — die Bewertung der Aktie folgt dieser Entwicklung bislang jedoch nicht.

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