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Trumps Kurswechsel beflügelt Autoaktien

US-Plan zu niedrigeren Verbrauchsregeln löst deutliche Kursgewinne bei europäischen Herstellern aus

2 Min
Trumps Kurswechsel beflügelt Autoaktien

Europäische Autoaktien haben im frühen Donnerstagshandel deutlich zugelegt, nachdem der US-Präsident Donald Trump eine deutliche Absenkung der zuvor unter seinem Vorgänger Joe Biden festgelegten Verbrauchsstandards vorgeschlagen hat. Der Schritt soll es Herstellern erleichtern, in den USA weiterhin Fahrzeuge mit Benzinantrieb zu verkaufen, was nach Angaben eines Händlers als Maßnahme zur Senkung der Kosten für US-Verbraucher präsentiert wurde. Die Reaktion an den Märkten fiel unmittelbar und klar aus, da die Branche auf beiden Seiten des Atlantiks seit längerem unter hohem regulatorischem Druck steht.

Im Verlauf des Vormittags stiegen die Aktien von Porsche um mehr als fünf Prozent. Auch die Titel von Mercedes und Volvo Car legten fast vier Prozent zu, während Renault um 3,3 Prozent kletterte. Die in Mailand und Paris gehandelten Aktien von Stellantis erhöhten sich jeweils um rund 2,7 Prozent, nachdem sie bereits am Vortag einen Anstieg von fast acht Prozent verzeichnet hatten. Marktteilnehmer werteten die vorgeschlagene Anpassung der US-Regeln als potenzielle Entlastung für europäische Hersteller, die einen großen Teil ihres Absatzes in den Vereinigten Staaten erwirtschaften.

Der Vorstandsvorsitzende von Stellantis, Antonio Filosa, erklärte in einer Mitteilung, dass er die Zusammenarbeit mit der US-Verkehrssicherheitsbehörde suche, um Richtlinien zu entwickeln, die sowohl ökologischen Anforderungen entsprechen als auch eine breite Fahrzeugauswahl zu erschwinglichen Preisen ermöglichen. Volvo Cars betonte, es sei zu früh, mögliche Auswirkungen der vorgeschlagenen Änderung einzuschätzen. Gleichzeitig bekräftigte das Unternehmen seine strategische Ausrichtung auf Elektromobilität und die angestrebte Klimaneutralität bis 2040. Volvo verwies jedoch darauf, dass es in den USA künftig mehrere Hybridmodelle produzieren wolle, darunter ein Modell mit geplanter Einführung im Jahr 2029.

Nach Einschätzung des Equita-Analysten Martino De Ambroggi kam der Vorstoß aus Washington nicht überraschend, dürfte aber für die gesamte Branche positive Impulse setzen. Zudem rückten Berichte in den Vordergrund, wonach die Europäische Union möglicherweise ihre für 2035 geplanten Elektrifizierungsziele abschwächen oder grundlegend überarbeiten könnte. Branchenvertreter hatten am Vortag erklärt, dass die EU-Kommission die Präsentation eines Unterstützungsprogramms für die europäische Automobilindustrie verschieben könnte. Hersteller hoffen dabei auf eine Überprüfung des geplanten Verbots von Verbrennungsmotoren ab 2035, das zuletzt zunehmend kontrovers diskutiert worden ist.

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