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Trumps Autozölle treffen auch US-Produktion

Viele in den USA montierte Modelle enthalten überwiegend importierte Teile und bleiben nicht verschont

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Trumps Autozölle treffen auch US-Produktion

US-Präsident Donald Trump sieht in den neuen Importzöllen auf Autos und Autoteile eine große Chance für die amerikanische Automobilindustrie. Ab dem 2. April sollen für den Import solcher Produkte 25 Prozent Zoll fällig werden. Bisher lag der Satz bei nur 2,5 Prozent für Pkw aus Europa, während für SUVs und Pickups bereits höhere Abgaben galten. Fahrzeuge aus Mexiko und Kanada waren bislang sogar komplett zollfrei. Trump betont, dass Hersteller durch den Bau von Autos in den USA Zölle vermeiden könnten und somit Anreize für neue Fabriken und mehr Arbeitsplätze geschaffen würden.

Wie sich diese Maßnahme konkret auswirken wird, ist unter Ökonomen umstritten. Klar ist jedoch, dass nahezu alle Autobauer von den neuen Abgaben betroffen sein werden. Eine Analyse der US-Verkehrsbehörde NHTSA zeigt, dass kaum ein in den USA verkauftes Automodell vollständig ohne ausländische Teile auskommt. Selbst Fahrzeuge, die in US-Werken endmontiert werden, enthalten häufig einen erheblichen Anteil an Importkomponenten.

Beispielsweise besteht der BMW X4, der im Werk Spartanburg im Bundesstaat South Carolina gefertigt wird, lediglich zu 32 Prozent aus US-Teilen. Damit könnte auf ihn ein Zoll von rund 17 Prozent entfallen. Weitere BMW-Modelle wie der X3, X5, X6 und X7 weisen der Analyse zufolge sogar nur einen US-Anteil von 25 bis 30 Prozent auf. Noch drastischer fällt die Lage bei Mercedes aus. Obwohl der Konzern in Tuscaloosa, Alabama, den GLE produziert, stammen nur rund 10 Prozent der Teile aus den USA. Daraus ergibt sich ein möglicher Zollsatz von 22,5 Prozent – kaum weniger als bei vollständig importierten Fahrzeugen.

Etwas günstiger könnte die Situation für Volkswagen ausfallen. Der SUV Atlas, der im US-Werk Chattanooga montiert wird, besteht immerhin zu 50 Prozent aus US-Teilen, was zu einem Zollsatz von etwa 12,5 Prozent führen dürfte. Noch besser steht das Elektroauto ID.4 da, das zu 70 Prozent aus US-Komponenten besteht und so nur einem Zoll von rund 7,5 Prozent unterliegen würde.

Auch US-Hersteller bleiben von den Folgen nicht verschont. Der Ford F-150, das meistverkaufte Auto der USA im Jahr 2024, enthält nur zu 32 Prozent US-Teile. Ähnlich verhält es sich beim Chevrolet Silverado mit 36 Prozent. Lediglich Modelle wie Teslas Model Y oder der Toyota RAV4, die jeweils zu 70 Prozent auf US-Teile setzen, könnten vergleichsweise geringer belastet werden.

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