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Trump-Zinsobergrenze: Warum Bankaktien jetzt kaufenswert sein könnten

Präsident Trump fordert eine Zinsobergrenze für Kreditkarten – eigentlich eine Bedrohung für Banken. Doch historische Erfahrungen mit Preiskontrollen könnten Bankaktien zur überraschenden Kaufgelegenheit machen.

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Trump-Zinsobergrenze: Warum Bankaktien jetzt kaufenswert sein könnten

US-Präsident Donald Trump hat diese Woche seine Forderung nach einer Zinsobergrenze für Kreditkarten bekräftigt. Was auf den ersten Blick wie eine massive Bedrohung für Kartenemittenten aussieht, könnte sich laut Analysten als Kaufgelegenheit entpuppen. Erfahrungen aus anderen Branchen, die mit staatlichen Preiskontrollen konfrontiert wurden, legen nahe, dass die aktuelle Marktreaktion möglicherweise übertrieben ist.

Massive Kursverluste bei Kartenanbietern

Die Angst vor Regulierung hat die Aktien großer Kreditkartenanbieter bereits deutlich belastet. American Express, Capital One Financial, Citigroup, JPMorgan Chase und Synchrony Financial verzeichnen 2025 allesamt Kursverluste. Dies steht in scharfem Kontrast zum Gesamtmarkt: Der KBW Nasdaq Bank Index ist im laufenden Jahr um über 2 Prozent gestiegen und übertrifft damit den S&P 500. Goldman Sachs, das kürzlich aus dem Kartengeschäft ausgestiegen ist, legte sogar um mehr als 8 Prozent zu.

Drastische Auswirkungen einer 10-Prozent-Obergrenze

Eine Zinsobergrenze von 10 Prozent würde das Geschäftsmodell der Kartenanbieter fundamental treffen. Aktuell liegt der durchschnittliche Zinssatz für zinsbelastete Kreditkartenkonten laut Federal Reserve bei etwa 22 Prozent. Banken generieren zwar auch Einnahmen aus Transaktions- und Jahresgebühren, müssen aber gleichzeitig Prämien, Refinanzierungskosten und Kreditausfälle stemmen.

Laut Federal Reserve betrug die annualisierte Gesamtkapitalrendite großer US-Kreditkartenbanken im Jahr 2024 rund 3,87 Prozent – ein Wert, der zwischen den einzelnen Instituten stark variiert. Eine pauschale Zinsobergrenze würde diese Margen erheblich unter Druck setzen.

Historische Parallelen als Hoffnungsschimmer

Trotz der offensichtlichen Risiken sehen einige Marktbeobachter Parallelen zu früheren Fällen staatlicher Preisinterventionen. In anderen Branchen führten Androhungen von Preiskontrollen häufig zu Kompromisslösungen, die letztlich weniger drastisch ausfielen als zunächst befürchtet. Zudem könnten Banken durch Anpassungen im Gebührenmodell, strengere Kreditvergabekriterien oder neue Produktstrukturen einen Teil der Einbußen kompensieren.

Kurzfristige Anpassungen unvermeidlich

Unabhängig vom finalen Ausgang müssen Investoren mit erheblichen kurzfristigen Bewertungsanpassungen rechnen. Analysten dürften ihre Gewinnschätzungen für betroffene Banken deutlich nach unten korrigieren. Für langfristig orientierte Anleger könnte dies jedoch eine Einstiegsgelegenheit darstellen – vorausgesetzt, die tatsächliche Regulierung fällt moderater aus als derzeit befürchtet oder die Banken finden kreative Wege zur Kompensation.

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