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Trump will Bundesbenzinsteuer senken – „bis es angemessen ist"

Angesichts steigender Spritpreise kündigt US-Präsident Trump eine Aussetzung der Bundesbenzinsteuer an – ohne konkreten Zeitrahmen.

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Trump will Bundesbenzinsteuer senken – „bis es angemessen ist"

US-Präsident Donald Trump hat am 11. Mai 2026 angekündigt, die Bundesbenzinsteuer zu senken. Auf die Frage eines Reporters, ob er die Steuer aussetzen werde, antwortete Trump: „Ja, ich werde sie senken, bis es angemessen ist." Einen konkreten Zeitrahmen nannte er dabei nicht.

Hintergrund der Ankündigung sind stark gestiegene Benzinpreise in den USA. Laut dem Automobilclub AAA kostete eine Gallone Benzin am Montag durchschnittlich 4,52 US-Dollar – der höchste Stand seit 2022, als der Durchschnittspreis mit 5,01 Dollar pro Gallone seinen Höchststand erreichte. Die Preise sind seit dem Beginn des Krieges im Iran am 28. Februar gestiegen.

Trump zeigte sich dennoch optimistisch, was die künftige Preisentwicklung betrifft. „Sobald das mit dem Iran vorbei ist, sobald es erledigt ist, werden Sie sehen, wie Benzin und Öl wie ein Stein fallen werden", sagte er. Viele Beobachter hätten erwartet, dass der Ölpreis auf 250 oder 300 Dollar steigen würde – tatsächlich liege er heute bei unter 100 Dollar.

Kongress muss Gesetze verabschieden

Die Aussetzung der Bundesbenzinsteuer ist nicht allein Sache des Präsidenten. Der Kongress muss entsprechende Gesetze verabschieden. Dieser wird derzeit von Trumps republikanischen Parteikollegen kontrolliert. US-Senator Josh Hawley, Republikaner aus Missouri, kündigte auf der Plattform X an, bereits am Montag einen entsprechenden Gesetzentwurf einzubringen.

Interessant ist, dass die Idee einer Benzinsteueraussetzung nicht neu ist. Bereits im März hatten einige Demokraten, darunter Senator Mark Kelly aus Arizona, vorgeschlagen, die Steuer bis Oktober auszusetzen. Die Bundesbenzinsteuer generiert monatlich rund 2,5 Milliarden US-Dollar für die Straßenfinanzierung – ein erheblicher Betrag für die Infrastruktur des Landes.

Zur Einordnung: Seit 2008 wurden mehr als 275 Milliarden US-Dollar – darunter 118 Milliarden Dollar aus dem Infrastrukturgesetz von 2021 – aus dem allgemeinen Haushalt umgeschichtet, um Straßenreparaturen zu finanzieren. Eine Aussetzung der Steuer würde diesen Finanzierungsbedarf weiter erhöhen.

Einzelne Bundesstaaten handeln bereits

Neben der Bundesebene haben auch einige US-Bundesstaaten bereits reagiert. Indiana, Kentucky und Georgia haben Schritte unternommen, um ihre jeweiligen Benzinsteuern zu senken und Verbrauchern an den Zapfsäulen eine gewisse Entlastung zu verschaffen. In den USA erheben sowohl der Bund als auch die einzelnen Staaten Steuern auf Benzin, was die Gesamtbelastung für Autofahrer erheblich beeinflusst.

Trump selbst räumte ein, dass die Bundesbenzinsteuer nur einen kleinen Anteil am Gesamtpreis ausmacht: „Es ist ein kleiner Prozentsatz, aber es ist trotzdem Geld." Für deutsche Anleger und Beobachter ist die Entwicklung relevant, da die US-Energiepolitik und die Ölpreise globale Auswirkungen auf Rohstoffmärkte und Inflationserwartungen haben.

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