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Trump verunsichert Märkte mit neuen Zollandrohungen

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Trump verunsichert Märkte mit neuen Zollandrohungen

Neue Spannungen im Handelsstreit zwischen den USA und China haben den deutschen Aktienmarkt deutlich belastet. Nachdem US-Präsident Donald Trump ein geplantes Treffen mit Chinas Staatschef Xi Jinping infrage gestellt und neue Zolldrohungen ausgesprochen hatte, reagierten die Börsen weltweit mit Kursverlusten. Der DAX, der erst am Vortag ein Rekordhoch von 24.771 Punkten erreicht hatte, rutschte am Freitag Nachmittag tief in die Verlustzone und schloss 1,5 Prozent niedriger bei 24.241 Zählern. Damit verzeichnete der Leitindex im Wochenverlauf ein Minus von etwas mehr als einem halben Prozent.

Trump erklärte auf der Plattform Truth Social, es gebe „keinen Grund mehr“ für das geplante Gespräch mit Xi am Rande des Gipfels der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft. Zugleich kritisierte er Chinas Exportbeschränkungen für seltene Erden und drohte mit einem massiven Anstieg der Zölle auf chinesische Waren. Marktbeobachter sprachen von wachsender Unsicherheit. Die zuvor aufgekommene Rekordstimmung an den Börsen wich einer Phase erhöhter Nervosität.

Trotz des Rückschlags rechnen viele Analysten mit einer Fortsetzung der DAX-Rally in den kommenden Wochen. Anlagestratege Jürgen Molnar vom Brokerhaus RoboMarkets verwies auf die bevorstehende Quartalsberichtssaison, die neue Impulse liefern könnte. Auch Analysten der Helaba sehen mit dem jüngsten Rekordhoch ein technisches Kaufsignal und halten einen Anstieg über 25.000 Punkte für möglich. Seit Jahresbeginn liegt der Index trotz der aktuellen Verluste rund 25 Prozent im Plus.

An der Wall Street sorgten die Aussagen Trumps ebenfalls für Kursrückgänge. Der Dow Jones verlor zum europäischen Handelsschluss 0,8 Prozent, die technologielastigen Nasdaq-Indizes gaben rund zwei Prozent nach. Während einige Marktstrategen angesichts eines robusten Wirtschaftswachstums und steigender Unternehmensgewinne optimistisch bleiben, mahnen andere vor überhitzten Bewertungen – insbesondere bei Technologieaktien, die von der anhaltenden KI-Euphorie getragen sind.

Auch an den Rohstoffmärkten hinterließen Trumps Worte Spuren. Der Ölpreis fiel deutlich: Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete 63,11 Dollar, über zwei Dollar weniger als am Vortag. Die Sorte WTI notierte bei 59,30 Dollar. Der Euro legte hingegen zu und stieg über die Marke von 1,16 Dollar, während der US-Dollar unter den neuen Zolldrohungen litt.

Trotz der geopolitischen Spannungen blieb es an den Anleihemärkten ruhig. Die Rendite zehnjähriger französischer Staatsanleihen fiel leicht auf 3,495 Prozent. Anleger blicken unterdessen gespannt nach Paris, wo Präsident Emmanuel Macron nach dem Rücktritt von Premierminister Sébastien Lecornu einen Nachfolger benennen will.

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