ANZEIGE

Trump und Warsh: Schicksalsgemeinschaft an der Spitze der US-Wirtschaft

Mit Kevin Warshs Amtsantritt als Fed-Chef trägt Trump nun die volle Verantwortung für die US-Wirtschaftspolitik – ohne Sündenbock.

•• 3 Min
Trump und Warsh: Schicksalsgemeinschaft an der Spitze der US-Wirtschaft

Mit der Vereidigung von Kevin Warsh als neuem Vorsitzenden der US-Notenbank Federal Reserve hat Präsident Donald Trump nun die gesamte Führungsebene der amerikanischen Wirtschaftspolitik nach seinen Vorstellungen besetzt. Die feierliche Zeremonie fand am Freitag im Weißen Haus statt – in einer Atmosphäre, die Beobachtern zufolge eher an eine Wahlkampfveranstaltung erinnerte. Kabinettsmitglieder, Richter des Obersten Gerichtshofs und hochrangige Berater des Weißen Hauses nahmen teil.

Trump nutzte die Gelegenheit für eine längere Rede und erklärte, er wolle, dass Warsh „sein eigenes Ding mache und einen großartigen Job abliefere". Gleichzeitig machte er seine wirtschaftspolitischen Erwartungen deutlich: „Kevin versteht, dass eine boomende Wirtschaft etwas Gutes ist. Wir wollen, dass sie boomt. Wir wollen nicht, dass sie abgewürgt wird."

Das Ende des bequemen Sündenbocks

Bislang hatte Trump seinen früheren Fed-Chef Jerome Powell als Zielscheibe für wirtschaftliche Missstände genutzt – von hohen Hypothekenzinsen bis hin zum schleppenden Wirtschaftswachstum. Powell war Trump in seiner ersten Amtszeit von Beratern wie dem damaligen Finanzminister Stephen Mnuchin empfohlen worden, was Trump stets als Argument nutzte, um Distanz zu schaffen. Mit Warsh ist das anders: Er ist Trumps eigene, bewusste Wahl. Die politische Verantwortung für die wirtschaftlichen Ergebnisse liegt damit klar beim Präsidenten selbst.

Richard Stern, Wirtschaftspolitik-Analyst am konservativen Think Tank Advancing American Freedom, bringt es auf den Punkt: „Powell war für Trump ein wirklich großartiger Sündenbock für Probleme, die nichts mit Powell zu tun hatten." Nun, so Stern, „wird es Trumps Wirtschaft sein."

Trübe Wirtschaftsdaten belasten Trumps Zustimmungswerte

Die wirtschaftliche Ausgangslage für Warsh ist alles andere als einfach. Rund 90 Minuten vor seiner Vereidigung wurden Daten zum Verbrauchervertrauen veröffentlicht, die eine gedrückte Stimmung in der amerikanischen Bevölkerung zeigen. Besonders alarmierend: Das Wirtschaftsvertrauen bei unabhängigen Wählern – einem entscheidenden Block für die bevorstehenden Kongress-Zwischenwahlen – und selbst bei Republikanern fiel auf den niedrigsten Stand seit Beginn von Trumps zweiter Amtszeit.

Trumps Zustimmungswerte in Wirtschaftsfragen sind seit seinem Wahlsieg drastisch gesunken. Dabei hatte er seinen Wahlkampf mit dem Versprechen gewonnen, die Preise zu senken und die Probleme bei der Bezahlbarkeit für US-Haushalte anzugehen. Die Realität sieht anders aus: Der Inflationsindikator, den die Fed zur Festlegung ihres 2-Prozent-Ziels verwendet, hat sich seit März 2025 von 2,3 Prozent auf 3,5 Prozent beschleunigt.

Auch am Immobilienmarkt bleibt die Lage angespannt. Der Zinssatz für 30-jährige Hypotheken ist wieder auf über 6,5 Prozent gestiegen – ein Neunmonatshoch, das den ohnehin schwächelnden Markt weiter belastet. Hinzu kommt der Benzinpreis: Eine Gallone kostete zuletzt im Durchschnitt 4,55 US-Dollar, verglichen mit weniger als 3 Dollar, bevor Trump Ende Februar Angriffe auf den Iran startete.

Zwischenwahlen als entscheidender Prüfstein

Wie stark Warshs Leistung als Fed-Chef die Aussichten der Republikanischen Partei bei den Zwischenwahlen beeinflussen wird, ist noch offen – birgt aber erhebliche Risiken. Eine hohe Inflation schadet traditionell den regierenden Parteien, deren Wähler um ihre Kaufkraft fürchten. Die Bekämpfung der Inflation erfordert jedoch in der Regel Zinserhöhungen – eine Maßnahme, die selten populär ist und von Trump mit Sicherheit nicht begrüßt würde.

Erschwerend kommt hinzu, dass die Fed ein vielschichtiges Gremium ist, in dem ein neuer Vorsitzender seine Autorität erst schrittweise aufbauen muss. Gleichzeitig beobachtet die Welt genau, ob und wie stark Trump Einfluss auf die eigentlich unabhängige Zentralbank nimmt. Die Schicksale von Trump und Warsh sind damit untrennbar miteinander verknüpft – im Guten wie im Schlechten.

Kevin WarshFederal ReserveTrump WirtschaftspolitikFed-ChefUs-NotenbankInflation UsaZwischenwahlen Usa

Meistgelesene News

  1. Ukraine-Roboterangriff im Donbas deckt Schwachstelle in Putins Kriegsmaschinerie auf
  2. XRP-Preisprognose: Was Anleger in den nächsten drei Jahren erwarten
  3. SpaceX-Aktie: Könnte eine Investition von 5.000 Dollar Millionär machen?
  4. Galeria Karstadt Kaufhof: Beetz stellt Rettungsplan für Warenhauskette vor
  5. Nvidia: 1.000 Dollar heute könnten bis 2030 1.800 Dollar wert sein

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.