Trump-Sieg erschüttert Märkte und hält DAX in Schach
Der tägliche Marktbericht von Aktien.news

Der Wahlsieg von Donald Trump in den USA bleibt ein zentraler Faktor für die Unsicherheit an den globalen Märkten. Der DAX konnte sich auch zum Wochenbeginn nicht klar positionieren. Nach anfänglichen Gewinnen verlor der Index wieder und schloss mit einem leichten Minus von 0,11 Prozent bei 19.189 Punkten. Damit bleibt der DAX in einer Seitwärtsspanne zwischen 19.000 und 19.500 Punkten gefangen. Im MDAX verzeichnete der Index ein Minus von 0,82 Prozent, was ihn auf 26.195 Punkte sinken ließ.
Die traditionell starke Börsenphase zum Jahresende konnte bislang keine Wirkung entfalten. Hoffnung auf eine Jahresendrally gibt es zwar, doch die Anleger scheinen zurückhaltend. Das Rekordhoch des DAX von Mitte Oktober bleibt unerreicht. Marktbeobachter führen dies auch auf die Zurückhaltung der Federal Reserve zurück. Notenbankchef Jerome Powell hatte betont, dass es keinen Grund zur Eile bei weiteren Zinsschritten gebe, auch wenn ein weiterer Schritt um 25 Basispunkte im Dezember erwartet wird. Diese Unsicherheit sorgt für Zurückhaltung bei den Anlegern.
An den Rentenmärkten spiegeln die Renditen ebenfalls die Skepsis der Investoren wider. Die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen liegen bei 4,45 Prozent, während die Zinsstruktur zwischen kurzfristigen und langfristigen Papieren ungewöhnlich flach bleibt. Der deutsche Markt ist von dieser Unsicherheit nicht unberührt, zumal die wirtschaftliche Lage in Europa schwächer ist als in den USA.
Unterdessen sind Aktien von Rüstungsunternehmen wie Rheinmetall gefragt. Dies wird auf die anhaltenden Konflikte in der Ukraine zurückgeführt, die durch neue Angriffe Russlands und die mögliche Unterstützung durch Nordkorea verschärft wurden. Auch der Nasdaq konnte sich erholen, angetrieben durch Technologieaktien, während der Dow Jones kaum Bewegung zeigte.
Im Kryptowährungssektor bleibt Bitcoin im Fokus. Die älteste Kryptowährung erreichte zuletzt 92.055 Dollar und bleibt damit nahe ihrem Rekordhoch von 93.500 Dollar. Experten warnen jedoch vor möglichen Rückschlägen nach einem potenziellen Sprung über die Marke von 100.000 Dollar.
Auch am Rohstoffmarkt gibt es Bewegung. Die Ölpreise stiegen leicht, gestützt durch den schwächeren Dollar. Allerdings könnten neue Sanktionen der USA gegen den Iran das Angebot verringern und die Preise weiter in die Höhe treiben. Die Märkte bleiben angesichts der politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten in den USA und weltweit angespannt.
