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Trump plant Gespräch mit Putin über Pestfall in Sibirien

US-Präsident will sich „sehr bald" mit Putin zum vermuteten Lungenpest-Todesfall in der Region Irkutsk austauschen.

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Trump plant Gespräch mit Putin über Pestfall in Sibirien

US-Präsident Donald Trump hat am Dienstag erklärt, er beabsichtige, mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin über den Tod eines Laborarbeiters infolge eines vermuteten Pestfalls in Sibirien zu sprechen. Das Gespräch sei „sehr bald" angesetzt, sagte Trump, als er bei einer informellen Pressekonferenz im Weißen Haus von einem Reporter nach dem Zeitpunkt gefragt wurde. Auf die separate Frage, was die US-Geheimdienste über den Vorfall sagen, antwortete Trump: „Bisher führen wir sehr intensive Gespräche. Wir werden wahrscheinlich morgen darüber berichten können."

Der Zeitpunkt der Ankündigung ist bemerkenswert: Nur einen Tag zuvor, am Montag, hatte Trump Russland US-Hilfe im Zusammenhang mit dem tödlichen Pestvorfall angeboten. Trump hat in der Vergangenheit mehrfach betont, dass Putin jemand sei, mit dem er trotz der erheblichen Spannungen wegen des russischen Krieges in der Ukraine zusammenarbeiten könne.

Die CDC überwacht die Lage sorgfältig

Die US-Gesundheitsbehörde Centers for Disease Control and Prevention (CDC) erklärte in einem Beitrag auf der Plattform X am Mittwoch, sie sei sich der Berichte bewusst und überwache diese sorgfältig. Konkret geht es um einen vermuteten Fall von Lungenpest in der Region Irkutsk in Russland, der zum Tod geführt hat. Die Umstände rund um den Fall seien jedoch weiterhin nicht bestätigt, so die Behörde.

Lungenpest kann laut CDC durch Tröpfcheninfektion bei engem Kontakt von Mensch zu Mensch übertragen werden. Trotz dieser Übertragungsmöglichkeit betonte die US-Behörde für öffentliche Gesundheit, dass „zum jetzigen Zeitpunkt keine Anzeichen für eine breitere Bedrohung der Vereinigten Staaten" bestehen. Sie und ihre Partner in anderen Behörden seien vorbereitet und würden die Situation weiterhin sorgfältig überwachen.

Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sich eingeschaltet. Gegenüber CNBC erklärte die WHO, sie schätze das Risiko für die allgemeine Bevölkerung auf Grundlage der verfügbaren Informationen als gering ein. Damit stufen zwei internationale Gesundheitsbehörden die Gefahr für die Öffentlichkeit bislang als begrenzt ein.

WHO fordert transparenten Informationsaustausch

WHO-Direktor Tedros Adhanom Ghebreyesus teilte in einem Post auf X mit, die Agentur habe weitere Informationen von den russischen Gesundheitsbehörden angefordert. Ziel sei es, die Ursache der schweren Lungenentzündung und den beteiligten Erreger zu klären. „Rechtzeitiger, vollständiger und transparenter Informationsaustausch" sei entscheidend, um potenzielle Risiken für die öffentliche Gesundheit einzuschätzen, sagte Tedros.

Für deutsche Anleger und Beobachter ist die Nachricht vor allem im geopolitischen Kontext relevant. Der Vorfall berührt gleich mehrere sensible Felder: die angespannten Beziehungen zwischen Washington und Moskau, den internationalen Gesundheitsnotfallschutz sowie die Frage, wie schnell und offen Staaten bei potenziellen Seuchenfällen Informationen teilen. Die WHO mahnt hier ausdrücklich Transparenz an.

Zusammenfassend bleibt festzuhalten: Ein Laborarbeiter in Sibirien ist im Zusammenhang mit einem vermuteten Lungenpestfall gestorben. Die Umstände sind unbestätigt, die CDC sieht keine konkrete Bedrohung für die USA, und die WHO stuft das Risiko für die Allgemeinbevölkerung als gering ein. Trump kündigte an, sich „sehr bald" mit Putin über den Fall auszutauschen – über konkrete Ergebnisse ist bislang nichts bekannt.

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