Trump-Konten: Arbeitgeber zahlen bis zu 1.000 Dollar extra
Große US-Unternehmen verdoppeln staatliche Zuschüsse für neue Sparkonten. Finanzriesen wie BlackRock und Robinhood bieten Mitarbeitern zusätzliche 1.000 Dollar für Kinderkonten.

Amerikanische Familien können seit kurzem sogenannte Trump-Konten für ihre Kinder eröffnen – und profitieren dabei von großzügigen Arbeitgeberzuschüssen. Mehrere namhafte Finanzunternehmen haben angekündigt, den staatlichen Startbetrag von 1.000 Dollar zu verdoppeln.
Staatliche Förderung und Arbeitgeber-Matching
Babys, die zwischen 2025 und 2028 geboren werden, erhalten vom US-Finanzministerium eine einmalige Einzahlung von 1.000 Dollar. Diese Förderung steht allen US-Familien unabhängig vom Einkommen zu. Unternehmen wie SoFi, Charter Communications, BNY, BlackRock, Robinhood und Charles Schwab haben zugesagt, diesen Betrag für Kinder ihrer Mitarbeiter zu verdoppeln.
Die Trump-Konten, offiziell als Section 530A-Konten bezeichnet, wurden im Rahmen eines Gesetzespakets geschaffen, das der US-Kongress im Juli verabschiedet hat. Ziel ist es, den frühen Vermögensaufbau für Kinder zu fördern.
Zusätzliche Fördermittel verfügbar
Neben den Arbeitgeberzuschüssen stehen weitere Finanzierungsquellen zur Verfügung. Tech-CEO Michael Dell und seine Frau Susan haben 6,25 Milliarden Dollar zugesagt, um Kindern unter 10 Jahren, die vor 2025 geboren wurden, einen Beitrag von 250 Dollar zu ermöglichen. In Connecticut könnten Familien von einer zusätzlichen Spende des Hedgefondsmanagers Ray Dalio profitieren.
Diese zusätzlichen Mittel richten sich primär an Familien in Postleitzahlgebieten mit einem Medianeinkommen unter 150.000 Dollar. Finanzminister Scott Bessent kündigte eine "50-Staaten-Challenge" an, um Philanthropen in allen Bundesstaaten zur Teilnahme zu bewegen.
So funktionieren die Trump-Konten
Die Kontoeröffnung erfolgt über das IRS-Formular 4547, das ab dem 26. Januar 2026 eingereicht werden kann. Später im Jahr wird auch eine Online-Registrierung über Trumpaccounts.gov möglich sein. Eltern, Großeltern und andere können bis zum 18. Geburtstag des Kindes jährlich bis zu 5.000 Dollar einzahlen.
Arbeitgeber dürfen bis zu 2.500 Dollar pro Jahr und Mitarbeiter beisteuern, ohne dass dieser Betrag als steuerpflichtiges Einkommen gilt. Gemeinnützige Organisationen sowie staatliche und lokale Behörden können zusätzliche Beiträge leisten, die nicht auf die 5.000-Dollar-Grenze angerechnet werden.
Langfristiges Wachstumspotenzial
Finanzexperten sehen erhebliches Potenzial in den Konten. Ivory Johnson, zertifizierter Finanzplaner und Gründer von Delancey Wealth Management, rechnet vor: Eine Anfangseinzahlung von 2.000 Dollar – bestehend aus 1.000 Dollar vom Staat und 1.000 Dollar vom Arbeitgeber – könnte bei einer jährlichen Rendite von 7 Prozent nach 18 Jahren auf etwa 6.800 Dollar anwachsen.
Experten raten Familien, das "kostenlose Geld" anzunehmen, empfehlen aber gleichzeitig, auch andere Sparoptionen wie 529-College-Sparpläne oder steuerpflichtige Brokerage-Konten in Betracht zu ziehen. Die Wahl sollte von den individuellen Zielen und dem Zeithorizont der Familie abhängen.
Kritik an der Vermögensverteilung
Trotz der positiven Ansätze äußern Experten Bedenken, dass die Arbeitgeberzuschüsse – insbesondere von Finanzdienstleistern – möglicherweise nicht zur Verringerung der Vermögensungleichheit in den USA beitragen. Die Förderung kommt primär Mitarbeitern großer Unternehmen zugute, während Familien außerhalb dieser Strukturen weniger profitieren.
