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Trump: Iran-Deal in Sicht – „Sehr gute“ UN-Gespräche in New York

Trump verkündet Fortschritte bei UN-Gesprächen mit dem Iran – Ölpreise fallen unter 100 Dollar.

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Trump: Iran-Deal in Sicht – „Sehr gute“ UN-Gespräche in New York

US-Präsident Donald Trump hat am Dienstag überraschend optimistische Töne im Konflikt mit dem Iran angeschlagen. Bei der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York City erklärte Trump, dass ein Friedensabkommen mit Teheran in greifbarer Nähe sei. Beamte beider Seiten hätten an den Rändern des UN-Treffens Gespräche geführt, die Trump als „sehr gut“ bezeichnete.

„Ich denke, es gibt viel Schwung dafür, dass sie einen Deal zustande bringen“, sagte Trump gegenüber Reportern. Die Verhandlungen mit dem Iran verzeichneten Fortschritte, Teheran suche weiterhin nach einer Einigung. Die Aussagen des US-Präsidenten kommen zu einem Zeitpunkt, an dem der militärische Konflikt zwischen beiden Ländern sich der Marke von sieben Monaten nähert und die globalen Märkte zunehmend unter Druck setzt.

Die Details

Trump bestätigte, dass seine Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner während der UN-Veranstaltung ein „sehr gutes Treffen“ mit iranischen Vertretern geführt hätten. Witkoff sprach von „umfangreichen Gesprächen“ zwischen US-amerikanischen und iranischen Beamten. Auch iranische Medien berichteten, dass Außenminister Abbas Araghchi in New York mit US-Vertretern zusammengetroffen sei.

Die Gespräche markieren die erste direkte Interaktion zwischen US-amerikanischen und iranischen Beamten, seitdem sich beide Länder im Juni auf einen 60-tägigen Waffenstillstand verständigten. Diese Vereinbarung endete im August angesichts erneuter militärischer Feindseligkeiten in der Straße von Hormus. Der Schiffsverkehr durch diese strategisch lebenswichtige Wasserstraße erreicht seither nur noch einen Bruchteil des Niveaus vor dem Krieg.

Iranische Medien berichteten, dass die iranische Seite weitgehend an ihren Bedingungen für die Wiedereröffnung der Straße von Hormus festhalte. Dazu gehören die sofortige Aufhebung der US-Sanktionen sowie einer Seeblockade gegen das Land und die sofortige Freigabe aller eingefrorenen Vermögenswerte des Irans. Der Iran fordert zudem eine breitere Deeskalation, bevor größere Gespräche geführt werden können.

Washington hält dagegen an seiner Position fest, dass Teheran keine Atomwaffe erhalten dürfe – eine Rhetorik, die Trump am Dienstag erneut bekräftigte. In einer Rede zu Beginn des Tages bezeichnete Trump den Iran als „Bully“ im Nahen Osten und brachte die Möglichkeit einer Vernichtung der Islamischen Republik ins Spiel. Iranische Medien zufolge taten die iranischen Beamten diese Äußerungen weitgehend ab.

Die Revolutionsgarde des Irans hatte zuvor eine Erklärung herausgegeben, in der sie betonte, dass kein Widerspruch zwischen der Führung von Gesprächen und der gleichzeitigen Kriegsführung bestehe. Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran hatte sich Anfang September auch auf das Rote Meer ausgeweitet, inmitten eines zunehmend erbitterten Konflikts zwischen den Iran-gestützten Huthis im Jemen und Saudi-Arabien.

Hintergrund: Was bisher geschah

Bereits am 13. Juni 2026 berichtete aktien.news, dass Trump den Iran-Konflikt für beigelegt erklärt und eine Unterzeichnung in den „nächsten Tagen“ erwartet hatte. Damals kündigte er an, eine bevorstehende Runde von US-Militärschlägen gegen den Iran abgesagt zu haben. Die Straße von Hormus, so Trump damals, werde nach einer Unterzeichnung wieder geöffnet.

Am 17. April 2026 hatten die Ölpreise spürbar nachgegeben, nachdem ein zehntägiger Waffenstillstand zwischen dem Libanon und Israel in Kraft getreten war und Trump signalisiert hatte, dass die USA und der Iran am Wochenende zu Gesprächen zusammenkommen könnten. Brent-Rohöl notierte damals bei 98,05 Dollar pro Barrel, WTI bei 93,40 Dollar.

Am 18. Juni 2026 standen die USA und der Iran nach damaligen Berichten unmittelbar vor einer diplomatischen Einigung. Trump verkündete auf seiner Plattform „Truth Social“, das Abkommen sei abgeschlossen und werde am kommenden Freitag in der Schweiz offiziell unterzeichnet. Das Memorandum of Understanding (MoU) sah das Ende der Kampfhandlungen an allen Fronten sowie die Aufhebung der gegenseitigen Seeblockaden vor.

Am 11. August 2026 berichtete aktien.news über eine positive Stimmung an der Wall Street, ausgelöst durch einen Bericht, wonach die USA und der Iran kurz vor einer „Art Vereinbarung“ stehen könnten. Pakistans Verteidigungsminister Khawaja Asif hatte gegenüber Bloomberg News erklärt, dass die Signale der letzten Tage auf ein baldiges Friedensabkommen hindeuteten.

Was das für Anleger bedeutet

Die erneuten diplomatischen Signale zwischen Washington und Teheran haben bereits konkrete Auswirkungen auf die Rohstoffmärkte. Die Ölpreise fielen diese Woche stark, wobei Brent unter 100 Dollar pro Barrel sank. Die Märkte hoffen auf weitere diplomatische Fortschritte zwischen den USA und dem Iran, die eine Entspannung der Lage in der Straße von Hormus und damit eine Stabilisierung der Ölversorgung bringen könnten.

Für deutsche Privatanleger ist die Entwicklung in mehrfacher Hinsicht relevant. Ein Friedensabkommen würde die Unsicherheit an den Energiemärkten deutlich reduzieren und könnte zu weiter fallenden Ölpreisen führen. Gleichzeitig bleibt die Lage fragil: Die bisherigen Ankündigungen einer baldigen Einigung haben sich mehrfach nicht bewahrheitet, wie die Archivberichte zeigen. Die wiederholten Fehlstarts mahnen zur Vorsicht bei allzu optimistischen Marktreaktionen.

Ausblick

Trump deutete an, dass ein Deal wahrscheinlich nach den Midterm-Wahlen im November erreicht werde, bei denen seine Republikanische Partei einem zunehmend schwierigen Umfeld gegenübersteht. Der iranische Präsident Masoud Pezeshkian wird später am Mittwoch vor der UN-Versammlung sprechen – seine Rede wird mit Spannung erwartet, da sie weitere Hinweise auf die Verhandlungsbereitschaft Teherans geben könnte.

Der Krieg zwischen den USA und dem Iran nähert sich nun der Marke von sieben Monaten. Ob die aktuellen Gespräche in New York tatsächlich zu einer dauerhaften Einigung führen oder ob sich das Muster der vergangenen Monate wiederholt, bleibt abzuwarten.

Kurz erklärt

  • Straße von Hormus: Eine schmale Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman, die als strategisch wichtigste Wasserstraße der Welt gilt, da durch sie ein erheblicher Teil der globalen Öltransporte abgewickelt wird.
  • Memorandum of Understanding (MoU): Eine völkerrechtlich nicht bindende Absichtserklärung zwischen Staaten oder Organisationen, die die Grundzüge einer geplanten Vereinbarung festhält und in der Regel einer späteren vertraglichen Regelung vorausgeht.
  • Midterm-Wahlen: Die in der Mitte der Amtszeit des US-Präsidenten stattfindenden Kongresswahlen, bei denen alle Sitze im Repräsentantenhaus und etwa ein Drittel der Sitze im Senat neu vergeben werden.
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