Trump handelte massiv Tech-Aktien im ersten Quartal 2026
Neue Börsenunterlagen zeigen über 3.700 Transaktionen mit Nvidia, Microsoft, Amazon und Meta im Gesamtwert bis zu 750 Millionen Dollar.

US-Präsident Donald Trump hat in den ersten drei Monaten des Jahres 2026 mehr als 3.700 Finanztransaktionen gemeldet. Der Gesamtwert dieser Käufe und Verkäufe liegt laut Reuters zwischen 220 Millionen und 750 Millionen US-Dollar. Die Offenlegungsberichte wurden beim US-Amt für Regierungsethik (Office of Government Ethics, OGE) eingereicht und am Donnerstag veröffentlicht.
Im Mittelpunkt der Aktivitäten stand der Technologiesektor. Unter den rund drei Dutzend Transaktionen mit einem Einzelwert zwischen einer Million und fünf Millionen US-Dollar kaufte Trump Wertpapiere von ServiceNow, Nvidia, Adobe, <a class="tvreplink" target="_blank" href="https://de.tradingview.com/symbols/Nasdaq%3AMSFT">Microsoft, Oracle, Broadcom, Motorola, Amazon, Texas Instruments und Dell. Die Unterlagen zeigen damit eine klare Konzentration auf die großen Namen der US-Technologiebranche.
Größte Verkäufe am 10. Februar
Auch die vier größten Verkäufe des Präsidenten im ersten Quartal 2026 waren technologielastig. Am 10. Februar 2026 veräußerte Trump Wertpapiere von Microsoft, Amazon und Meta – jeweils im Wert zwischen fünf Millionen und 25 Millionen US-Dollar. An demselben Tag fanden den Unterlagen zufolge Dutzende weitere Transaktionen statt.
Besonders auffällig ist das Timing einiger Transaktionen. Das Nachrichtenportal NOTUS berichtete, dass sich der Zeitpunkt bestimmter Käufe mit relevanten Unternehmensnachrichten überschnitt. So erwarb Trump rund eine Woche vor der Ankündigung eines bedeutenden Chip-Deals zwischen Nvidia und Meta Nvidia-Aktien im Wert von einer Million bis fünf Millionen Dollar. Zudem kaufte er Nvidia-Papiere im Wert von 500.000 bis einer Million Dollar, bevor das US-Handelsministerium offiziell den Verkauf bestimmter Nvidia-Chips nach China genehmigte.
Trust-Verwaltung und rechtliche Rahmenbedingungen
Aus den Unterlagen geht nicht hervor, ob Trump die Trades persönlich in Auftrag gegeben hat. Einige Transaktionen werden in den Dokumenten als „unsolicited" – also unaufgefordert – bezeichnet, wobei die genaue Bedeutung dieser Bezeichnung unklar blieb. Das OGE reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage des US-Senders CNBC.
Der Sprecher des Weißen Hauses, Davis Ingle, erklärte gegenüber CNBC, dass die Vermögenswerte des Präsidenten in einem Trust gehalten werden, der von seinen Kindern verwaltet wird. Dies ist eine in den USA verbreitete Praxis, um Interessenkonflikte bei Amtsträgern zu minimieren – wenngleich sie keine vollständige Trennung vom Vermögen darstellt.
Es ist US-Präsidenten grundsätzlich nicht verboten, während ihrer Amtszeit Aktien zu halten oder zu handeln. Sie sind jedoch gesetzlich verpflichtet, ihre Transaktionen offenzulegen. Die aktuellen Einreichungen verpflichteten Trump lediglich dazu, Wertpapiertransaktionen über 1.000 US-Dollar zu melden. Bestimmte Anlageklassen wie Investmentfonds, US-Staatsanleihen und Immobilien unterliegen dabei keiner Offenlegungspflicht.
Trumps umfassende jährliche Finanzoffenlegung wird voraussichtlich im weiteren Verlauf des Jahres 2026 veröffentlicht und dürfte dann ein noch vollständigeres Bild seiner finanziellen Aktivitäten während der Amtszeit liefern.
