Trump droht EU mit hohen Zöllen
Neue Handelsmaßnahmen sollen auch Mexiko und Kanada betreffen

US-Präsident Donald Trump hat in seiner ersten Kabinettssitzung erneut mit Zöllen auf Waren aus der Europäischen Union gedroht und eine Höhe von 25 Prozent angekündigt. Die Zölle würden sowohl für Autos als auch für andere Waren gelten, wie Trump erklärte. Er warf der EU vor, die USA auszunutzen, und bezeichnete die Gründung der Union als einen Versuch, die Vereinigten Staaten zu benachteiligen. Die Entscheidung über die Zölle soll in Kürze verkündet werden.
Die EU reagierte prompt auf Trumps Ankündigung. Der für Industrie und Binnenmarkt zuständige EU-Kommissionsvize, Stéphane Séjourné, betonte, dass Europa sofort und entschlossen antworten werde. Er machte klar, dass Handelsbarrieren zwischen Partnern unangebracht seien und letztlich sowohl den Konsumenten in den USA als auch in Europa schadeten. Diese Zölle, die von Trump als Teil seiner Strategie zur Angleichung der Handelspraktiken zwischen den USA und ihren Handelspartnern geplant sind, sollen auch auf Staaten angewendet werden, mit denen die USA bislang vorteilhaftere Bedingungen hatten.
In Bezug auf die Zölle für Mexiko und Kanada machte Trump überraschend ein neues Datum für den Inkrafttreten der Strafzölle bekannt: Der 2. April, da er etwas abergläubisch gegenüber dem 1. April sei. Dies folgt auf eine frühere Verzögerung der Zölle, die aufgrund von Zugeständnissen der beiden Nachbarländer auf Ende Februar verschoben wurden. Trump hatte ursprünglich angekündigt, die Zölle auf mexikanische und kanadische Importe ab dem 1. März zu verhängen, doch die Verhandlungen über Themen wie Migration und Drogenhandel sind noch nicht abgeschlossen.
Die Gespräche zwischen den USA und Mexiko laufen weiter, wobei Mexikos stellvertretender Außenhandelsminister bestätigte, dass das Land mit den USA zusammenarbeitet, um eine Einigung zu erzielen. Die USA erkennen Mexikos Fortschritte in der Bekämpfung illegaler Migration und des Fentanylhandels an. Trotz dieser Fortschritte bleibt das endgültige Datum für die Einführung der Zölle weiterhin unsicher, abhängig von den Ergebnissen der laufenden Verhandlungen.
