Trade Republic erweitert Angebot an Zinsprodukten
Neobroker führt 18 iBonds-ETFs mit fester Laufzeit und quartalsweiser Ausschüttung ein

Trade Republic erweitert sein Angebot an Zinsprodukten und ermöglicht seinen Kunden nun den Zugang zu 18 börsengehandelten Fonds der BlackRock-Serie iBonds. Diese ETFs zeichnen sich dadurch aus, dass sie ein festes Enddatum besitzen. Die Fälligkeit der in den Fonds enthaltenen Anleihen ist auf dieses Laufzeitende abgestimmt, was Anlegern eine planbare Rendite bietet – vorausgesetzt, sie halten die Produkte bis zur Endfälligkeit. Damit ähneln iBonds dem Prinzip klassischer Anleihen, unterscheiden sich jedoch durch ihre Bündelung und Handelbarkeit an der Börse.
Bislang standen den Kunden des Berliner Neobrokers lediglich drei solcher Fonds zur Verfügung, nun wurde die Auswahl deutlich vergrößert. Die neu verfügbaren Produkte laufen zwischen 2026 und 2034 aus und haben jährliche Kostenquoten von 0,12 Prozent. Trade Republic bietet ausschließlich ausschüttende Varianten an, bei denen die Zinsen vierteljährlich an die Anleger ausgezahlt und direkt auf das Verrechnungskonto überwiesen werden. Eine automatische Wiederanlage erfolgt nicht. Der Einstieg ist bereits ab einem Euro möglich. Zum Vergleich: Beim Wettbewerber Scalable Capital können derzeit zwölf iBonds-ETFs ebenfalls ab einem Euro bespart werden.
Mit dem erweiterten ETF-Angebot reagiert Trade Republic auf die anhaltend hohe Nachfrage nach Zinsprodukten. Viele Anleger suchen angesichts der schwankenden Kapitalmärkte nach einfachen und transparenten Möglichkeiten, ihr Geld mit überschaubarem Risiko anzulegen. Co-Gründer Christian Hecker betont, das neue Angebot ermögliche stabile Erträge bei gleichzeitig planbarer Laufzeit. Die Erweiterung des Portfolios sei ein weiterer Schritt, um Privatanlegern den Zugang zu festverzinslichen Wertpapieren zu erleichtern.
Bereits 2023 hatte Trade Republic begonnen, nicht-investierte Kundengelder zu verzinsen. Zeitweise lag der Zinssatz bei vier Prozent, inzwischen beträgt er nur noch zwei Prozent. Grund dafür ist die gesunkene Einlagenverzinsung der Europäischen Zentralbank, die der Neobroker vollständig an seine Kunden weitergibt. Auch das Direktinvestment in einzelne Anleihen ist seit 2023 möglich, wobei die Auswahl mit rund 500 Staats- und Unternehmensanleihen im Vergleich zu etablierten Banken wie der Consorsbank weiterhin begrenzt ist.
Die Aufnahme der iBonds stellt bereits die zweite Sortimentserweiterung innerhalb weniger Wochen dar. Seit September bietet Trade Republic auch die Möglichkeit, über Fonds in Private-Equity-Beteiligungen zu investieren – also in Unternehmen, die nicht börsennotiert sind. Für November kündigte das Unternehmen eine weitere Neuerung an, hält Details dazu bislang jedoch noch zurück.
