Toyota startet Batteriefertigung in den USA
Milliardeninvestition in North Carolina soll Hybridproduktion und US-Präsenz stärken

Toyota Motor Corporation hat in den USA mit der Produktion in seinem neuen Batteriewerk im Bundesstaat North Carolina begonnen. Die Anlage ist Teil eines Investitionsprogramms im Umfang von 13,9 Milliarden US-Dollar, das der japanische Autobauer bereits 2021 angekündigt hatte. Ziel ist es, Batterien für Hybrid- und Elektrofahrzeuge zu fertigen, um die Produktion von Hybridmodellen in den USA deutlich auszuweiten.
In dem Werk sollen künftig Batterien für Modelle wie den Camry, den Corolla Cross und den RAV4 hergestellt werden. Zudem sind Komponenten für ein noch nicht vorgestelltes, vollelektrisches SUV mit drei Sitzreihen geplant. Erste Lieferungen gehen an die Werke in Kentucky sowie an das Mazda-Toyota-Joint-Venture in Alabama.
Toyota-Nordamerika-Präsident Ted Ogawa erklärte, das Unternehmen werde in den kommenden fünf Jahren weitere zehn Milliarden US-Dollar in seine US-Produktion investieren. Damit steige das gesamte Investitionsvolumen in den Vereinigten Staaten auf über 60 Milliarden US-Dollar. Die neue Anlage im Wert von 13,9 Milliarden US-Dollar ist Toyotas elftes Werk in den USA. Sie befindet sich auf einem 749 Hektar großen Gelände und soll bei voller Kapazität bis zu 30 Gigawattstunden jährlich produzieren. Insgesamt werden dort rund 5000 Mitarbeitende beschäftigt sein.
Das Unternehmen betont, dass es weiterhin auf einen sogenannten „Multi-Pathway-Ansatz“ setze. Dabei sollen klassische Verbrennungsmotoren, Hybride, Plug-in-Hybride, vollelektrische Fahrzeuge und Brennstoffzellen parallel weiterentwickelt werden. Toyota gehört damit zu den Autobauern, die nicht ausschließlich auf Elektromobilität setzen.
Hintergrund der Entscheidung ist auch die aktuelle US-Politik. Präsident Donald Trump hatte kürzlich bestätigt, dass Toyota eine Investition von zehn Milliarden US-Dollar in den USA plane, und forderte die Bevölkerung auf, mehr Fahrzeuge des Herstellers zu kaufen. Die Regierung hat zudem angekündigt, die von der vorherigen Administration verschärften Verbrauchs- und Emissionsstandards wieder zu lockern. Verkehrsminister Sean Duffy bezeichnete die bisherigen Vorgaben als „zu ambitioniert“ und erklärte, dass die neuen Regeln realistischere Ziele für die Industrie setzen sollen.
