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Toyota hebt Gewinnprognose trotz US-Zöllen an

Kostensenkungen und Hybridnachfrage sollen Belastungen auf dem nordamerikanischen Markt ausgleichen

2 Min
Toyota hebt Gewinnprognose trotz US-Zöllen an

Toyota Motor hat seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr angehoben und rechnet nun mit einem operativen Gewinn von 3,4 Billionen Yen, was rund 22,6 Milliarden US-Dollar entspricht. Das entspricht einer Steigerung um sechs Prozent gegenüber der bisherigen Schätzung von 3,2 Billionen Yen. Der japanische Automobilhersteller setzt dabei auf Kostensenkungen und die anhaltend starke Nachfrage nach Hybridfahrzeugen, um die Belastungen durch die von US-Präsident Donald Trump eingeführten Zölle abzufedern.

Diese Zölle treffen eine Branche, die sich ohnehin im Wandel befindet. Der wachsende Wettbewerb durch chinesische Hersteller von Elektrofahrzeugen und die technologischen Umbrüche im Zuge der Elektrifizierung setzen traditionelle Produzenten zusätzlich unter Druck. Toyota bezifferte die durch die Zölle entstehenden Mehrkosten für das laufende Geschäftsjahr auf 1,45 Billionen Yen. Finanzvorstand Kenta Kon sprach von einer „sehr schwierigen Situation in Nordamerika“ aufgrund der Zollmaßnahmen. Auch in anderen Märkten wie China, Europa, Asien und Afrika seien die Bedingungen „nicht einfach“, dennoch blieben Rentabilität und Absatz stabil.

Im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres verzeichnete Toyota einen Rückgang des operativen Gewinns um 27 Prozent auf 839,6 Milliarden Yen. Im Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen noch 1,16 Billionen Yen erzielt. Damit blieb das Ergebnis auch unter dem Durchschnittswert der von LSEG befragten Analysten, die 863,1 Milliarden Yen erwartet hatten. Trotz gestiegener Fahrzeugverkäufe rutschte das Nordamerikageschäft im ersten Halbjahr in die Verlustzone und verbuchte einen operativen Fehlbetrag von 134 Milliarden Yen, nachdem im Vorjahr noch ein Gewinn von 128 Milliarden Yen ausgewiesen worden war.

Positiv entwickelte sich hingegen die weltweite Produktion: Im September stieg sie um mehr als zehn Prozent und legte damit den vierten Monat in Folge zu. Sowohl Absatz als auch Produktion erhöhten sich in den Vereinigten Staaten, dem wichtigsten Markt des Konzerns. An der Börse reagierten Anleger dennoch zurückhaltend. Die Toyota-Aktie verlor am Mittwochnachmittag 3,5 Prozent an Wert, nachdem sie kurz vor Veröffentlichung der Ergebnisse noch um 1,8 Prozent gefallen war.

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