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Tinder-Chef will App für Frauen attraktiver machen

Match-Group-CEO Spencer Rascoff kämpft gegen den Nutzerschwund und will Tinder vom Image des „Männerclubs" befreien.

2 Min
Tinder-Chef will App für Frauen attraktiver machen

Der Vorstandsvorsitzende der Match Group, Spencer Rascoff, hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Er will Tinder, die weltweit bekannteste Dating-App, grundlegend verändern. Im Mittelpunkt seiner Strategie steht die Gewinnung weiblicher Nutzerinnen – ein Bereich, in dem die App seit Jahren Schwächen zeigt. Rascoff bezeichnete dies gegenüber der Financial Times als sein „Hauptaugenmerk".

Die Match Group ist das weltweit größte Online-Dating-Unternehmen und betreibt neben Tinder eine Reihe weiterer Dating-Plattformen. Tinder gilt dabei als das Flaggschiff des Konzerns – und genau diese App kämpft seit geraumer Zeit mit einem anhaltenden Rückgang der Nutzerzahlen. Rascoff hat sich nun verpflichtet, diesen Trend zu stoppen und die Plattform bis Ende nächsten Jahres zu sanieren.

Tinder als „Männerclub" – ein Image-Problem mit Folgen

„Frauen zu gewinnen, ist für uns von entscheidender Bedeutung", sagte Rascoff der FT. Das Erreichen der Geschlechterparität sei dabei ein zentrales Ziel. Die Aussage verdeutlicht, wie ernst das Unternehmen das strukturelle Ungleichgewicht auf der Plattform nimmt. Wenn Frauen die App als wenig einladend oder gar als „Männerclub" wahrnehmen, leidet darunter letztlich das gesamte Nutzererlebnis – auch für männliche Nutzer.

Das Problem ist in der Online-Dating-Branche bekannt: Plattformen, die keine ausgewogene Geschlechterverteilung aufweisen, verlieren langfristig an Attraktivität für alle Nutzergruppen. Für Tinder, das einst als revolutionäre Innovations-App galt und das Konzept des „Swipens" populär machte, ist der aktuelle Nutzerschwund ein ernstes Signal. Die App muss sich neu erfinden, um im hart umkämpften Dating-App-Markt relevant zu bleiben.

Sanierung bis Ende nächsten Jahres geplant

Rascoff hat einen konkreten Zeitplan für die Tinder-Sanierung angekündigt: Bis Ende des nächsten Jahres soll die Wende gelingen. Was genau hinter den geplanten Maßnahmen steckt, ließ der CEO in dem FT-Interview offen. Klar ist jedoch, dass die Rückgewinnung weiblicher Nutzerinnen als Schlüssel zur Erholung der gesamten Plattform gilt.

Für Investoren und Beobachter des Online-Dating-Marktes ist die Entwicklung bei der Match Group von besonderem Interesse. Das Unternehmen steht unter Druck, seinen wichtigsten Wachstumstreiber wieder auf Kurs zu bringen. Ob Rascoffs Strategie aufgeht, wird sich in den kommenden Quartalen zeigen – und dürfte die Zukunft des gesamten Konzerns maßgeblich beeinflussen.

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