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Thyssenkrupp-Stahlsparte: Strategiekampf im Konzernvorstand

Supervisory Board uneins über Strategie der Stahlsparte - Investoren interessiert

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Thyssenkrupp-Stahlsparte: Strategiekampf im Konzernvorstand

Der Aufsichtsrat von Thyssenkrupp ist in Bezug auf die beste Strategie für das Stahlgeschäft des Unternehmens uneins, so das Handelsblatt unter Berufung auf Unternehmensquellen. CEO Martina Merz möchte dem Aufsichtsrat auf einer speziellen Sitzung am 31. März Pläne vorlegen, das Stahlgeschäft vom Unternehmen zu trennen, während einige Mitglieder des Management-Teams und die Gewerkschaft IG Metall es als Kerngeschäft beibehalten möchten. Die Aktien von Thyssenkrupp stiegen nach dem Bericht um 2,2% im Vorhandel. Goldman Sachs wurde von Merz beauftragt, den Prozess zu unterstützen, und hat das Interesse des Finanzinvestors CVC Capital Partners geweckt, so das Handelsblatt.

CVC Capital Partners möchte der Zeitung zufolge nur einen Euro für die Stahlsparte bieten und Verpflichtungen zur Investition und Übernahme von Milliarden-Pensionsverpflichtungen eingehen. Thyssenkrupp hofft auch auf ein Angebot von CSN aus Brasilien, das jedoch noch in einem frühen Stadium ist und noch keine Prüfung stattgefunden hat. Thyssenkrupp lehnte eine Stellungnahme gegenüber Reuters ab. Der Verkauf der Stahlsparte wäre ein weiterer Schritt im laufenden Umstrukturierungsprozess des Unternehmens, um seine Bilanz zu verbessern. Thyssenkrupp hatte im vergangenen Jahr angekündigt, sich auf die Geschäftsbereiche Industriegüter und Dienstleistungen zu konzentrieren, da der Bereich Stahl unter hohen Schulden und Überkapazitäten leidet.

Der Verkauf der Stahlsparte wäre auch ein wichtiger Schritt für Thyssenkrupp, um seine langfristigen Klimaziele zu erreichen. Der Stahlbereich ist für einen erheblichen Teil der CO2-Emissionen des Unternehmens verantwortlich, und eine Trennung davon würde es Thyssenkrupp ermöglichen, seine Kohlenstoffbilanz zu verbessern und seine Bemühungen um Nachhaltigkeit zu unterstützen. Der Verkauf könnte jedoch auch Auswirkungen auf die Beschäftigung haben, da die Stahlsparte einen großen Teil der Arbeitskräfte des Unternehmens beschäftigt. Thyssenkrupp muss sorgfältig abwägen, wie es seinen Verpflichtungen gegenüber seinen Arbeitnehmern und seiner Verantwortung für die Umwelt gerecht wird, während es sich bemüht, sein Geschäft neu auszurichten und wieder auf Kurs zu bringen.

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