The Metals Company übergibt Jahrzehnt-Tiefseedaten an internationale Meeresbodenbehörde
TMC-Tochtergesellschaften veröffentlichen fast zehn Jahre Explorationsdaten aus der Clarion-Clipperton-Zone im Pazifik öffentlich zugänglich.

The Metals Company (Nasdaq: TMC), ein Spezialist für Tiefsee-Exploration kritischer Mineralien, hat am Freitag eine bedeutende Datenmenge an die Internationale Meeresbodenbehörde (ISA) übermittelt. Die Tochtergesellschaften Nauru Ocean Resources Inc. (NORI) und Tonga Offshore Mining Ltd. (TOML) reichten die Daten bei DeepData ein – einer offenen Datenbank für Auftragnehmerdaten, die von der ISA verwaltet wird.
Die Einreichung umfasst den Zeitraum von 2013 bis 2022 und beinhaltet biologische sowie geochemische Proben aus der östlichen Clarion-Clipperton-Zone (CCZ) im Pazifischen Ozean, einem Gebiet zwischen Mexiko und Hawaii. Die Daten charakterisieren polymetallische Knollenressourcen und die umgebende Meeresumwelt – von der Meeresoberfläche über die Wassersäule bis hin zu abyssischen Sedimenten in mehr als 4.000 Metern Tiefe.
Umfang der veröffentlichten Daten
Der Datensatz ist beeindruckend in seinem Umfang. Er umfasst unter anderem:
- 777 Geräteeinsätze und mehr als 4.800 Umweltproben
- 76.000 biologische Datensätze und 69.185 geochemische Datenpunkte
- Zehntausende Bilder des Meeresbodens
- Umfangreiche Daten zur Wassersäule
Laut TMC machen diese Beiträge nun etwa ein Drittel aller CCZ-Daten in der DeepData-Datenbank aus. Damit positioniert sich das Unternehmen als einer der bedeutendsten Datenlieferanten für die Tiefseeforschung in dieser Region.
Die Daten werden über offene Repositorien öffentlich zugänglich gemacht – neben DeepData auch über das Ocean Biodiversity Information System der UNESCO (OBIS). Auf dem OBIS-ISA-Knoten machen die Daten der TMC-Tochtergesellschaften bereits 54 Prozent aller biologischen Datensätze aus. Nach der Veröffentlichung dieser neuen Charge soll dieser Anteil laut Unternehmensangaben noch deutlich steigen.
Investitionen von über 250 Millionen US-Dollar
Dr. Michael Clarke, Umweltmanager bei TMC, betonte die wissenschaftliche Bedeutung der Veröffentlichung. „Nach mehr als einem Jahrzehnt Forschung, 27 Expeditionen, streng überwachten Pilot-Bergbautests, zehntausenden biologischen Datensätzen und hunderttausenden Bildern des Meeresbodens haben wir einen der umfassendsten Tiefsee-Umweltdatensätze erstellt, die jemals zusammengestellt wurden", erklärte er in einer Pressemitteilung.
Clarke verwies zudem auf die wissenschaftliche Einbettung der Ergebnisse: „Gestützt auf Investitionen von über 250 Millionen US-Dollar, stehen unsere Ergebnisse nicht isoliert da – sie bestätigen Jahrzehnte früherer Forschung, einschließlich des DOMES-Programms der NOAA." Damit bezog er sich auf das Deep Ocean Mining Environmental Study-Programm der US-amerikanischen National Oceanic and Atmospheric Administration aus den 1970er Jahren.
Die Clarion-Clipperton-Zone gilt als eines der ressourcenreichsten Gebiete für polymetallische Knollen am Meeresboden. Diese Knollen enthalten kritische Mineralien wie Mangan, Nickel, Kobalt und Kupfer – Rohstoffe, die für die Energiewende und die Herstellung von Batterien für Elektrofahrzeuge von wachsender Bedeutung sind. TMC verfolgt das Ziel, als erstes Unternehmen eine offizielle Genehmigung für den kommerziellen Abbau von Tiefsee-Mineralien zu erhalten. Die Veröffentlichung der Umweltdaten ist dabei ein wichtiger Schritt, um Transparenz gegenüber Regulierungsbehörden und der Öffentlichkeit zu demonstrieren.
