Teslas Absatzprobleme und Musks politische Einflussnahme
Wie kontroverse Äußerungen von Elon Musk den Erfolg in Europa gefährden

Tesla verzeichnet derzeit rückläufige Absatzzahlen, insbesondere in Europa. Im Januar 2025 fiel der Absatz des US-Elektropioniers auf dem EU-Markt um 50 Prozent, wie der europäische Herstellerverband Acea mitteilte. Dies steht im Gegensatz zur allgemeinen Erholung des E-Automarkts in der EU, wo die Neuzulassungen leicht anstiegen. Volkswagen konnte seine Marktführerschaft behaupten, gefolgt von Stellantis und Renault. Auch andere deutsche Hersteller wie BMW und Mercedes meldeten rückläufige Zahlen, jedoch in deutlich moderaterem Ausmaß.
Die Ursachen für Teslas Absatzprobleme sind vielfältig. Wie viele andere Hersteller sieht sich auch Tesla mit einem schwierigen Marktumfeld konfrontiert. Insbesondere der Wettbewerbsdruck nimmt zu, da immer mehr Anbieter in den Markt eintreten. Allerdings wird Teslas Schwäche nicht nur durch allgemeine Marktbedingungen erklärt, sondern auch durch die umstrittenen politischen Aktivitäten seines CEO, Elon Musk.
Musk hat sich in den letzten Jahren immer wieder politisch geäußert und polarisiert. Seine starke Unterstützung für den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump und seine Rolle als Berater in dessen Regierung haben in den USA, aber auch in Europa, für Unmut gesorgt. Besonders umstritten ist Musks Unterstützung für rechtsextreme Parteien in Großbritannien und Deutschland. In Deutschland führte er während des Bundestagswahlkampfs ein Interview mit der AfD-Kanzlerkandidatin Alice Weidel auf der Plattform X, was in vielen Kreisen als problematisch wahrgenommen wurde.
Eine Untersuchung des britischen Marktforschungsunternehmens Brand Finance zeigte, dass der Marktwert von Tesla seit Beginn des Jahres 2024 erheblich gesunken ist. Von 58 Milliarden Dollar fiel der Wert auf etwa 43 Milliarden Dollar. Besonders in Europa scheint sich die politische Ausrichtung von Musk negativ auf die Markenwahrnehmung auszuwirken. In Deutschland überdenken zunehmend Unternehmen ihre Entscheidung, Tesla-Fahrzeuge in ihren Fuhrpark aufzunehmen. Einige Firmen, darunter Badenova und Rossmann, haben bereits angekündigt, künftig auf Tesla zu verzichten.
Obwohl diese einzelnen Entscheidungen sicherlich einen Einfluss auf den Absatz haben, bleibt Tesla weiterhin der wertvollste Autobauer der Welt.
