Tesla unter Druck wegen autonomer Fahrfunktion
US-Behörden untersuchen Unfälle und prüfen Sicherheitsanforderungen von "Actually Smart Summon"

Tesla steht wegen seiner Funktion "Actually Smart Summon" im Fokus der US-Behörde für Straßen- und Fahrzeugsicherheit (NHTSA). Die Behörde kündigte an, rund 2,6 Millionen Fahrzeuge des Herstellers genauer zu überprüfen. Hintergrund sind mehrere Unfälle, bei denen die Technologie, die ein fahrerloses Bewegen der Fahrzeuge ermöglicht, offenbar versagt hat.
Die betroffenen Fahrzeuge sollen laut NHTSA Hindernisse wie Pfosten oder geparkte Autos nicht korrekt erkannt haben, als sie mit der Funktion "Actually Smart Summon" betrieben wurden. Dieses System erlaubt es Nutzern seit September, ihre Fahrzeuge per Smartphone zu sich zu rufen oder an andere Orte zu bewegen. Dabei ist es dem Fahrzeug möglich, ohne Fahrer kurze Strecken eigenständig zu navigieren. Die Untersuchungen der Behörde konzentrieren sich auf die Höchstgeschwindigkeit der Funktion, deren Einsatz auf öffentlichen Straßen und die Sichtlinienanforderungen.
Die Ankündigung der NHTSA sorgte für Aufmerksamkeit, da die Technologie als bedeutender Schritt in Richtung autonomes Fahren gilt. Die Untersuchungen werfen jedoch Fragen zur Sicherheit und Zuverlässigkeit des Systems auf. Tesla selbst äußerte sich bislang nicht zu den Vorfällen oder den angekündigten Untersuchungen.
Währenddessen reagierte der Finanzmarkt auf die Nachricht: Die Aktien des US-Elektroautoherstellers verloren vorbörslich 1,6 Prozent an Wert. Das Unternehmen steht bereits seit längerer Zeit unter genauer Beobachtung, da es mit seinen Innovationen im Bereich des autonomen Fahrens Pionierarbeit leistet, jedoch auch immer wieder in Verbindung mit Sicherheitsbedenken gebracht wird.
Die Ergebnisse der Untersuchungen könnten weitreichende Konsequenzen für Tesla und die gesamte Branche der autonomen Mobilität haben. Kritiker bemängeln, dass die Technologie möglicherweise zu früh für den Einsatz auf öffentlichen Straßen freigegeben wurde. Befürworter hingegen verweisen auf das Potenzial solcher Systeme, die Verkehrssicherheit langfristig zu erhöhen. Die NHTSA wird in den kommenden Wochen detaillierte Prüfungen vornehmen, um festzustellen, ob und in welchem Umfang regulatorische Maßnahmen notwendig sind.
