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Tesla und SpaceX prüfen Zusammenschluss: Musk wegen Interessenkonflikten außen vor

Ein Zusammenschluss der beiden Musk-Konzerne wäre die gewichtigste Fusion zweier Unternehmen überhaupt.

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Tesla und SpaceX prüfen Zusammenschluss: Musk wegen Interessenkonflikten außen vor

Tesla und SpaceX prüfen einen möglichen Zusammenschluss. Die Gespräche gehen nach Angaben von Elon Musk auf den Wunsch der Aktionäre zurück. Käme der Deal zustande, wäre es die gewichtigste Fusion zweier Firmen, die es bislang gegeben hat.

An den Märkten sorgte die Nachricht für deutliche Kursgewinne. Die Tesla-Aktie legte im nachbörslichen Handel um gut zwei Prozent zu. Die SpaceX-Aktie stieg nachbörslich um mehr als neun Prozent auf über 160 Dollar.

Die Größenordnungen sind enorm. SpaceX wird an der Börse mit mehr als 1,9 Billionen Dollar bewertet, Tesla mit rund 1,48 Billionen Dollar. Musks persönliches Vermögen wird auf rund 920 Milliarden Dollar geschätzt, das entspricht rund 820 Milliarden Euro.

Interessenkonflikte und Aktionärsabstimmung

Wegen der offensichtlichen Interessenkonflikte wurden spezielle Ausschüsse gebildet. Musk, Großaktionär beider Unternehmen, ist an den Beratungen nicht beteiligt. Für eine Fusion ist zudem die Zustimmung von mindestens 50 Prozent der Tesla-Aktionäre nötig.

Musk selbst bewertet einen Zusammenschluss als persönlich gute Idee, ist sich aber nicht sicher. Der Analyst Gene Munster hält das Vorhaben für wirtschaftlich sinnvoll: "Es wäre in jeder Hinsicht das einzigartigste Unternehmen der Welt."

Für den Zusammenschluss spricht aus Sicht der Befürworter, dass Tesla die KI-Interaktion mit der realen Welt einbringen würde. Beide Konzerne arbeiten bereits zusammen: bei der Chipfabrik Terafab in den USA, deren Grundstück allerdings erst noch freigemacht wird, sowie bei Kaltgas-Raketendüsen, die SpaceX für einen Tesla-Sportwagen liefert. Dessen Produktion ist laut Musk für 2028 vorgesehen.

SpaceX nach Rekord-Börsengang

SpaceX ist erst seit kurzem an der Börse. Der Börsengang Mitte Juni brachte mit 75 Milliarden Dollar einen Rekorderlös. Der Ausgabepreis lag bei 135 Dollar, die Bewertung beim Debüt bei fast 1,8 Billionen Dollar. Die Aktie kletterte anschließend bis auf gut 225 Dollar, rutschte zwischenzeitlich aber unter den Ausgabepreis. Vom Interesse der Privatanleger hat SpaceX dabei profitiert.

Operativ läuft es zuletzt deutlich besser. Nach einer langen Durststrecke meldete SpaceX im vergangenen Quartal einen Milliardengewinn von 4,4 Milliarden Dollar. Der Umsatz sprang von rund 5,58 Milliarden Dollar auf 14,58 Milliarden Dollar. Getrieben wurde das Wachstum vor allem von den KI-Erlösen, die von 813 Millionen Dollar auf 7,56 Milliarden Dollar stiegen.

Die KI-Sparte erwirtschaftete einen operativen Gewinn von 431 Millionen Dollar, nach roten Zahlen von 1,7 Milliarden Dollar im Vorjahr. Hintergrund ist, dass das KI-Unternehmen xAI in SpaceX aufgegangen ist — die Gruppe firmiert nun als SpaceXSI. Musk hat mit SpaceXSI große Rechenzentren aufgebaut, die teilweise an Anthropic und Google vermietet sind.

Was bedeutet das für Anleger?

Ein Zusammenschluss würde zwei sehr unterschiedliche Geschäftsmodelle bündeln: das Elektroauto- und Energiespeichergeschäft von Tesla mit dem Raketen-, Satelliten- und KI-Geschäft von SpaceX. Für Anleger ist entscheidend, dass die Transaktion noch nicht beschlossen ist. Sie hängt an der Zustimmung der Tesla-Aktionäre und an der Bewertung der beiden Unternehmen.

Die Kursreaktion zeigt, dass der Markt einem Deal grundsätzlich positiv gegenübersteht — besonders bei SpaceX. Ob und wann es dazu kommt, ist offen. Musk äußerte sich zu entsprechenden Spekulationen in der Vergangenheit ausweichend, über eine Fusion von Tesla und SpaceX wird schon lange gemunkelt.

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