ANZEIGE

Tesla Semi: Produktion startet in Grünheide

Elon Musk setzt auf Europa, stärkt nach Anschlag die Moral

2 Min
Tesla Semi: Produktion startet in Grünheide

In Grünheide, einem Ort in Brandenburg, steht eine bedeutende Veränderung in der Automobilindustrie bevor. Elon Musk, der CEO von Tesla, hat bei einem kurzen Besuch in Deutschland angekündigt, dass der Elektro-Lkw Tesla Semi zukünftig in der Gigafactory in Grünheide produziert werden soll. Diese Entscheidung folgt auf einen Brandanschlag, der die Stromversorgung der Fabrik vorübergehend lahmgelegt und zu einem Produktionsstopp geführt hatte. Musk nutzte seinen Aufenthalt, um die Belegschaft über die Pläne zur Produktion des Tesla Semi zu informieren und gleichzeitig die Moral nach dem Anschlag zu stärken.

Der Tesla Semi, ein elektrischer Sattelschlepper, der bereits 2017 vorgestellt wurde, befindet sich derzeit noch in der Entwicklungsphase. Musk zufolge wird an Design und Produktion gearbeitet, um den Lkw zu einem Preis anbieten zu können, der mit dem eines Diesel-Lastwagens vergleichbar ist. Eine Massenproduktion ist für Ende 2024 geplant. Experten sehen für den Tesla Semi einen definitiven Markt in Europa, da Speditionen aufgrund niedriger Margen auf kosteneffiziente Lösungen angewiesen sind.

Neben dem Tesla Semi bestätigte Musk auch, dass die Produktion eines Massenmodells, bekannt als Model 2, langfristig nach Berlin verlegt werden soll. Aktuell kann das Werk in Grünheide 1300 Fahrzeuge pro Tag produzieren, mit dem Ziel, die Kapazität auf 10.000 Fahrzeuge pro Woche zu erhöhen.

Der Besuch von Musk in Grünheide war nicht nur von geschäftlichen Ankündigungen geprägt. Nach dem Anschlag auf die Stromversorgung, zu dem sich eine als linksradikal eingestufte Gruppe bekannt hatte, äußerte Musk seine Verwunderung über die Motivation der Täter und betonte die Rolle von Tesla als Vorreiter für eine nachhaltige Zukunft. Der Anschlag wurde als Angriff auf die Bemühungen um Umweltschutz interpretiert, was Musk zu der Spekulation veranlasste, ob hinter den Tätern möglicherweise "größere Kräfte" stehen.

Die Sicherheit des Werks und die Bestrafung der Täter waren zentrale Themen bei einem Treffen zwischen Musk und politischen Vertretern Berlins und Brandenburgs. Die Diskussionen drehten sich auch um die geplante Erweiterung des Werksgeländes, die auf Widerstand von Umweltaktivisten und Anwohnern stößt. Trotz der Herausforderungen plant Tesla, das Werksgelände um 120 Hektar zu erweitern, um die Produktionskapazität zu verdoppeln.

TeslaElon Musk

Meistgelesene News

  1. Chevron und Halliburton: Öldeal mit Venezuela treibt Aktienkurse an
  2. Tesla am Scheideweg: Rekordumsatz trifft auf milliardenschwere KI-Ambitionen
  3. Teslas 25-Milliarden-Wette: Vom Autobauer zum KI-Roboter-Konzern
  4. Tesla-Robotaxi-Strategie und BYD-Expansion prägen das globale EV-Duell
  5. Führungswechsel bei Volksbank Brawo und L3Harris erschüttern Märkte

Disclaimer