ANZEIGE

Tesla in Grünheide: Produktionszahlen frisiert?

Interne Dokumente enthüllen Diskrepanzen und Personalmangel

2 Min
 Tesla in Grünheide: Produktionszahlen frisiert?

Tesla, der US-amerikanische Elektroauto-Pionier, hat sich in der Automobilbranche einen Namen gemacht und beeindruckt regelmäßig mit hohen Produktionszahlen aus seinem Werk in Grünheide, Brandenburg. Während viele Konkurrenten mit Absatzproblemen zu kämpfen haben, scheint bei Tesla alles nach Plan zu laufen. Doch jüngste interne Dokumente werfen Fragen über die tatsächlichen Produktionszahlen des Unternehmens auf.

Laut offiziellen Angaben produziert das Werk in Grünheide wöchentlich 5.000 Autos, was über eine Viertelmillion Fahrzeuge pro Jahr entspricht. Tesla hat sogar ambitionierte Pläne, die Produktionskapazität auf den beeindruckenden Wert von einer Million Autos jährlich zu steigern. Doch interne Dokumente, die kürzlich von Business Insider veröffentlicht wurden, deuten darauf hin, dass diese Zahlen möglicherweise übertrieben sind. Die Dokumente legen nahe, dass die tatsächliche Produktion zeitweise unter 4.000 Fahrzeugen pro Woche liegt, weit entfernt von den öffentlich angekündigten 5.000 Fahrzeugen.

Interessanterweise scheinen diese niedrigeren Produktionszahlen nicht das Ergebnis unerwarteter Probleme zu sein, sondern entsprechen der internen Zielsetzung von Tesla. Laut den Dokumenten liegt die aktuelle interne Zielvorgabe bei 4.350 Fahrzeugen pro Woche und nicht bei den zuvor angegebenen 5.000.

Charts, die ebenfalls von Business Insider veröffentlicht wurden und angeblich aus dem internen Monitoring von Tesla stammen, zeigen konkrete tägliche Produktionszahlen. Zum Beispiel wurden am 25. Juli 2023 nur 692 von 870 geplanten Fahrzeugen produziert. Am 28. Juli waren es 802 von 870. Die Wochenbilanz zeigt eine Produktion von 3.967 Fahrzeugen, verglichen mit dem internen Ziel von 4.350, wobei die öffentlich kommunizierten 5.000 Fahrzeuge nicht erwähnt werden.

Es ist erwähnenswert, dass das Tesla-Werk im März tatsächlich die Marke von 5.000 Autos erreichte und dies auch öffentlich bekannt gab. Dies war jedoch ein einmaliges Ergebnis, das durch zusätzliche Schichten der Mitarbeiter erreicht wurde.

Ein interessanter Aspekt dieser Diskrepanz ist der angegebene Grund für die reduzierten Produktionszahlen. Es scheint, dass nicht ein Mangel an Kundennachfrage das Problem ist, sondern ein Mangel an Arbeitskräften, insbesondere während der Sommerferienzeit. Dies wirft Fragen auf, insbesondere angesichts der Tatsache, dass Tesla vor kurzem hunderte von Leiharbeitern entlassen hat, die jetzt möglicherweise dringend benötigt werden.

TeslaAuto & MobilitätBatterien

Meistgelesene News

  1. Chevron und Halliburton: Öldeal mit Venezuela treibt Aktienkurse an
  2. Tesla am Scheideweg: Rekordumsatz trifft auf milliardenschwere KI-Ambitionen
  3. Teslas 25-Milliarden-Wette: Vom Autobauer zum KI-Roboter-Konzern
  4. Tesla-Robotaxi-Strategie und BYD-Expansion prägen das globale EV-Duell
  5. Führungswechsel bei Volksbank Brawo und L3Harris erschüttern Märkte

Disclaimer